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Ausland

IWF macht sich für deutlich höheren CO2-Preis stark

Montag, 6. Mai 2019

/dpa

Washington/Berlin – Mitten in der deutschen Debatte über eine CO2-Steuer macht sich der Internationale Währungsfonds (IWF) dafür stark, den Preis für den Ausstoß von Koh­len­dioxid deutlich zu erhöhen. Der Klimawandel sei die „große existenzielle Herausforde­rung unserer Zeit“, heißt es in einem Blogeintrag von IWF-Chefin Christine Lagarde und dem Direktor für Fiskalpolitik, Vitor Gaspar.

Der IWF bekräftigte damit seine Position. Der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) gilt als eine Ursache des Klimawandels. Ein höherer Preis oder eine CO2-Steuer würden insbe­son­­dere fossile Brennstoffe – also Benzin und Diesel, Heizöl und Erdgas – teurer machen.

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Es herrsche ein zunehmender Konsens darüber, dass eine CO2-Bepreisung das wirksamste Instrument sei, um die Erderwärmung einzudämmen, so der IWF. Sie biete umfassende Anreize, um den Energieverbrauch zu senken, sauberere Kraftstoffe zu verwenden und private Finanzierungen zu mobilisieren. Wie dies am besten funktionieren könnte, werde von Land zu Land unterschiedlich sein.

Lagarde und Gaspar verweisen auf das Pariser Klimaabkommen von 2015, nach dem die Erderwärmung klar unter zwei Grad begrenzt, möglichst aber bei 1,5 Grad gestoppt wer­den soll. Es sei an der Zeit nachzudenken, wie diese Verpflichtungen eingehalten werden sollten.

Das Ziel einer Begrenzung auf zwei Grad würde laut IWF erfordern, dass die Treibhaus­gas­emissionen bis 2030 um rund ein Drittel weltweit gesenkt werden. Erforderlich sei ein globaler CO2-Preis von 70 US-Dollar (gut 62 Euro) je Tonne. Aktuell liege der Preis im welt­­weiten Durchschnitt bei nur zwei Dollar pro Tonne. Um Belastungen durch höhere Kraftstoffpreise zu vermeiden, könnte eine CO2-Preisgestaltung durch Steuersubventio­nen ergänzt werden, um Anreize etwa für eine Umstellung auf sauberere Fahrzeuge zu schaffen.

In Deutschland ist zuletzt die Debatte über eine mögliche CO2-Steuer für mehr Klima­schutz intensiver geführt worden. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) spricht sich dafür aus, mit Einkünften der Steuer sollten aber die Bürger an anderer Stelle entlas­tet werden. Die Union war zuletzt auf Distanz zu einer CO2-Steuer gegangen. © dpa/aerzteblatt.de

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