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Politik

Pflegekräftemangel in Nordrhein-Westfalen wird größer

Dienstag, 7. Mai 2019

/dpa

Düsseldorf – Der Pflegekräftemangel hat in Nordrhein-Westfalen (NRW) offenbar deutlich zuge­nommen: 2018 hätten in NRW rund 10.000 pflegerische Vollzeitkräfte im Gesund­heits­we­sen gefehlt, heißt es in einem Bericht von Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Lau­mann (CDU) an den Gesundheitsausschuss des Landtags.

Die Lücke sei damit um 7.700 Vollzeitkräfte größer geworden – im Vergleich zur Analyse von 2015, der zufolge 2.300 Vollzeitkräfte gefehlt hatten. Im Einzelnen würden in der Ge­sundheits- und Krankenpflege aktuell 5.160 Pflege-Vollzeitkräfte mehr benötigt, in der Kinderkrankenpflege 665 und in der Altenpflege 4.268 Vollzeitkräfte.

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„Als langfristige Einschätzung ist festzustellen, dass der Mangel an Fachkräften im Ge­sund­heitssystem die Politik für die kommenden Jahre begleiten wird“, betonte der Minis­ter in dem Bericht für die morgige Ausschusssitzung. Die Ausbildungszahlen in der Alten­pflege seien zuletzt stark gestiegen, auch in der Kranken- und Kinderkrankenpflege müsse viel mehr ausgebildet werden.

Dem Pflegekräftemangel in den Krankenhäusern soll eine seit Jahresanfang neu geltende Personalmindestvorgabe des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums entgegenwirken. Ob die bundesweit verpflichtende Pflegepersonaluntergrenze – sie gilt für Intensivstationen sowie in den Abteilungen für Kardiologie, Geriatrie, Unfallchirurgie – in NRW eingehalten werden konnte, sei fürs erste Quartal 2019 noch nicht bekannt. 1.249 Klinikstationen in NRW seien als solche „pflegesensitiven“ Bereiche ausgewiesen. © dpa/aerzteblatt.de

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