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Ausland

UN-Helfer richten Getreide für hungernde Menschen im Jemen her

Dienstag, 7. Mai 2019

/dpa

Genf/Sanaa – Lichtblick für die von Hunger geplagte Bevölkerung im Bürgerkriegsland Jemen: Humanitäre Helfer haben seit Monaten blockierte riesige Getreidevorräte nahe der Hafenstadt Hudaida erreicht. Ein technisches Team des UN-Welternährungspro­gramms (WFP) räumt die nahe den Frontlinien gelegene Mühle jetzt auf, repariert die Anlage und desinfiziert die Bestände. Dies alles werde mehrere Wochen dauern, wie ein WFP-Sprecher heute in Genf sagte.

In den Silos der Red Sea Mills lagern demnach 51.000 Tonnen Weizen. Diese Menge hätte gereicht, um 3,7 Millionen Menschen einen Monat lang zu versorgen. Im September ver­gangenen Jahres war der Betrieb der Getreidemühle wegen der heftigen Kämpfe in Huda­ida eingestellt worden. Bei einer ersten Inspektion nach einer Feuerpause stellten Helfer im Februar einen Befall mit Rüsselkäfern fest. Das WFP schätzte zu dem Zeitpunkt, dass nur noch 70 Prozent des Weizens verwendbar waren.

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Die Kämpfe flammten wieder auf, und es war für Helfer zu gefährlich, die Bestände zu sichern. „Seitdem sind zwei Monate vergangen, und die Qualität des Weizens dürfte wei­ter gesunken sein, bedenkt man die hohen Temperaturen“, sagte WFP-Sprecher Herve Ver­hoosel. Der Bedarf sei riesig, betonte er. Im März habe das WFP 10,6 Millionen Men­schen im Jemen mit Nahrungsmitteln versorgt, so viele wie nie zuvor in einem Monat.

Im Jemen tobt seit 2014 ein Bürgerkrieg zwischen Huthi-Rebellen und der international anerkannten Regierung. Die Häfen am Roten Meer sind für die Versorgung mit Hilfsgütern im Norden des Landes von großer Bedeutung. Die Vereinten Nationen sprechen von der derzeit schwersten humanitären Krise weltweit. © dpa/aerzteblatt.de

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