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Ärzteschaft

Dermatologen beraten Kindergärten bei der Hautkrebsvorsorge

Donnerstag, 9. Mai 2019

/Vasyl, stockadobecom

Berlin – Gesundheitserziehung und Hautkrebsprävention sollten bereits im frühen Kin­desalter beginnen. Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) fördert daher mit Unterstützung der Nationalen Versorgungskonferenz Hautkrebs und in Zusammen­arbeit mit einzelnen Landeskrebsgesellschaften bundesweit Kindergärten bei der Vor­sorge. 

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Hautkrebs“ vermittelt der BVDD dafür von April bis Oktober kostenlos Hautärzte an interessierte Kindergärten. Sie beraten das Kindergarten­team zum Thema Hautkrebsprävention, halten Elterninformationsabende und machen die Kinder spielerisch mit Sonnenschutzmaßnahmen vertraut. 

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Kinderhaut ist laut dem Berufsverband um ein Vielfaches dünner als die Haut Erwachse­ner und kann noch nicht ausreichend Pigmente produzieren, die als körpereigener Schutz gegen UV-Strahlen fungieren. Auch liegen die UV-empfindlichen Stammzellen bei Kin­dern sehr viel dichter unter der Hautoberfläche und sind den UV-Strahlen stärker ausge­setzt als in späteren Jahren. Darum reagiert die Haut in jungen Jahren besonders em­pfind­lich auf die ultravioletten Strahlen der Sonne.

„Gerade in der Zeit bis zum 18. Lebensjahr, besonders in der frühen Kindheit, entstehen vielfach bereits UV-Schädigungen, die später zu einem malignen Melanom entarten können. Sonnenbrände sind in dieser Zeit buchstäblich Gift für die Haut und Risikofaktor Nummer eins für die Entstehung von Hautkrebs“, warnt der Verband. 

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) wurde im Jahr 2014 bei rund 10.900 Männern und 10.300 Frauen ein malignes Melanom der Haut diagnostiziert. Das mittlere Erkran­kungsalter der Frauen lag bei 60 Jahren. Männer erkrankten im Mittel sieben Jahre später. „Langfristig haben sich die altersstandardisierten Erkrankungsraten bei beiden Geschlechtern seit den 1970er Jahren mehr als verfünffacht“, informiert das RKI. © hil/aerzteblatt.de

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