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Medizin

Zwillingsstudie: Multiple Sklerose mit epigenetischen Veränderungen in Blutzellen verknüpft

Mittwoch, 8. Mai 2019

/Barbara Helgason, stockadobecom

Saarbrücken – Auch bei eineiigen Zwillingspaaren kann es vorkommen – genau genommen sogar in 75 % der Fälle –, dass ein Geschwisterteil an Multipler Sklerose (MS) erkrankt, das andere dagegen nicht. Weshalb die große Mehrheit der genetisch identischen Zwillings­geschwister gesund bleibt, war bislang ein Rätsel. Einer nun in Nature Communications (2019; doi: 10.1038/s41467-019-09984-3) veröffentlichten Studie zufolge sind offenbar epigenetische Veränderungen für diesen Unterschied verantwortlich.

Für die Studie wurden deutschlandweit 45 eineiige Zwillingspaare rekrutiert. Von jeder der 90 teilnehmenden Person erstellten die Wissenschaftler – Arbeitsgruppen aus Mün­chen und Saarbrücken – DNA-Methylierungsprofile über das gesamte Genom hinweg. Insgesamt untersuchten sie 850.000 Positionen auf DNA-Methylierung.

Und tatsächlich fanden sich zwischen den genetisch identischen Genomen der Zwillings­paare eine Reihe epigenetischer Unterschiede in Immunzellen des Blutes. Insgesamt an 7 verschiedenen Positionen war das Genom der Zwillingsgeschwister unterschiedlich methyliert.

Einige dieser Veränderungen traten zusammen mit der MS-Erkrankung auf, während an­dere spontan nur in einem der Zwillinge und ohne Bezug zur Krankheit auftraten. „Diese Analyse zeigt, dass bei MS spezifische epigenetische Unterschiede in Zellen des Blutes auftreten“, erläuterte Erstautorin Nicole Souren von der Arbeitsgruppe Genetik/Epigenetik der Universität des Saarlandes.

Einige der bei MS-Patienten gefundenen epigenetischen Veränderungen fanden sich in Genen, deren Bedeutung für MS noch nicht bekannt war. Außerdem war zu beobachten, dass epigenetische Veränderungen Biomarker für medikamentöse Therapien darstellten. Ihre Ausprägung hing davon ab, ob der Patient gerade mit Beta-Interferon behandelt wurde oder in der Vergangenheit Glukokortikoide erhalten hatte.

Dies zeige erstmals einen Zusammenhang zwischen epigenetischen Mustern, Krankheit und Therapie, resümieren die Wissenschaftler, die in ihren Ergebnissen neue Ansätze für künftige Forschungsarbeiten sehen. Sie könnten unter anderem helfen, Auslöser der MS aber auch die Wirkung von Medikamenten in Kurz- und Langzeittherapien besser zu verstehen. © nec/aerzteblatt.de

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Avatar #748578
Ferdinand Wolfbeißer
am Mittwoch, 8. Mai 2019, 19:32

Erläuterung:

Eine Person besteht aus 3 Bestandteilen
- Aus ihrem Körper, dessen Existenz sehr offensichtlich ist.
- Aus jener (immateriellen) Einheit, die als Person zur Geltung kommt. Für gewöhnlich wird ihr Körper für die Person gehalten.
- Aus einer (immateriellen) Steuereinheit. Diese Steuereinheit wird für gewöhnlich aus autonomes Nervensystem bezeichnet.
Von diesen drei Bestandteilen unterliegt nur der Körper dem Gesetzt der Endlichkeit. Entsteht ein neuer Körper wird dieser von einer Person gemeinsam mit einer Steuereinheit übernommen. Bei Zwillingen sind also nur ihre Körper identisch. Die beiden Person und ihre Steuereinheiten sind bei Zwillingen dagegen nicht identisch.
Avatar #748578
Ferdinand Wolfbeißer
am Mittwoch, 8. Mai 2019, 19:31

Erläuterung:

Eine Person besteht aus 3 Bestandteilen
‒ Aus ihren Körper, dessen Existenz sehr offensichtlich ist.
‒ Aus jener (immateriellen) Einheit, die als Person zur Geltung kommt. Für gewöhnlich wird ihr Körper für die Person gehalten.
‒ Aus einer (immateriellen) Steuereinheit. Diese Steuereinheit wird für gewöhnlich aus autonomes Nervensystem bezeichnet.
Von diesen drei Bestandteilen unterliegt nur der Körper dem Gesetzt der Endlichkeit. Entsteht ein neuer Körper wird dieser von einer Person gemeinsam mit einer Steuereinheit übernommen. Bei Zwillingen sind also nur ihre Körper identisch. Die beiden Person und ihre Steuereinheiten sind bei Zwillingen dagegen nicht identisch.
LNS

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