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Politik

Woidke tritt Befürchtungen von Medizinstudenten in Neuruppin entgegen

Dienstag, 7. Mai 2019

Studenten der Medizinischen Hochschule Brandenburg protestieren in Neuruppin bei einem Besuch von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke. /dpa

Neuruppin – Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat der Medizini­schen Hochschule Brandenburg (MHB) zugesagt, dass sie mit der geplanten Ärzteaus­bil­dung in der Lausitz gestärkt wird. „Die Finanzmittel aus dem Kohleausstieg geben uns die historisch einmalige Chance, in der Lausitz eine Medizinerausbildung aufzubauen“, sagte Woidke nach Angaben der Staatskanzlei heute in Neuruppin vor demonstrierenden Nach­wuchs­medizinern.

Diese Ausbildung in Cottbus solle in den Brandenburger Gesundheitscampus eingebun­den werden. „Die MHB wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Was wir in Cottbus aufbau­en wollen, wird auch Neuruppin stärken. Denn wir brauchen Nachwuchsärzte.“ Das Kabi­nett tagte in Neuruppin.

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Nach Plänen der rot-roten Landesregierung sollen Mediziner künftig auch in Cottbus aus­gebildet werden. Dafür sind allerdings Bundesmittel im Rahmen der Strukturhilfe für den geplanten Braunkohleausstieg notwendig.

Im vergangenen Jahr war der Univerbund Gesundheitscampus vorgestellt worden – mit dem Ziel, dass Brandenburg eine vollwertige Medizinerausbildung erhält. Die private MHB wurde 2014 als erste medizinische Hochschule im Land gegründet, sie ist in Bran­den­burg/Havel und Neuruppin vertreten. Weil die Hochschule bisher kaum Forschungs­aktivitäten vorweisen konnte, konnten ihre Studenten dort nicht promovieren.

Linksfraktionschef Ralf Christoffers forderte heute noch vor dem Herbst eine Entschei­dung über die Rolle der MHB und inwieweit sie noch ausgebaut werden kann. Das sei aber keine Absage an die Einrichtung einer medizinischen Fakultät in Cottbus. © dpa/aerzteblatt.de

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