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DRK-Präsidentin dringt auf Rechtsanspruch für Freiwilligendienst

Mittwoch, 8. Mai 2019

/dpa

Berlin – Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, bekräf­tigt ihre Forderung nach einem Rechtsanspruch auf einen Freiwilligendienst. Die Politik müsse daraufhin arbeiten, dass jeder junge Menschen, der ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst ableisten möchte, diese Gelegenheit auch bekommt, sagte Hasselfeldt heute bei der Vorstellung des DRK-Jahresberichts 2018 in Berlin.

Derzeit erhalte das DRK weit mehr Bewerbungen für solche Freiwilligendienste als Plätze zur Verfügung stünden. Die Einführung eines Pflichtjahres lehnte die DRK-Präsidentin hin­gegen ab: „Bei sozialen Tätigkeiten kommt es auf Empathie und Zuwendung an. Den Dienst am Menschen kann man nicht verordnen.“

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Der Bundestag hatte Ende März ein Gesetz zur Flexibilisierung der Freiwilligendienste beschlossen. Zudem will der Bund auch mehr Geld für einen Ausbau der Plätze in die Hand nehmen. Ein Rechtsanspruch ist bislang allerdings nicht vorgesehen.

Darüber hinaus verwies Hasselfeldt erneut auf die Notwendigkeit, mehr Vorkehrungen für Katastrophenfälle in Deutschland zu schaffen. Unter Federführung des DRK sei ein Kon­zept aller Wohlfahrtsverbände erarbeitet worden, das vorsehe, zehn Standorte in Deut­sch­land aufzubauen, die Güter wie Feldbetten, Zelte, Nahrung und Hygieneartikel im Katastrophen­fall für die Bevölkerung bereitstellen können, hieß es.

Die Bundesrepublik sei beispielsweise auf Naturkatastrophen oder Cyberattacken nicht vorbereitet und weise Lücken im Zivilschutz auf, so die DRK-Präsidentin.

Der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, Christian Reuter, erklärte, für 2020 seien die Umsetzung und Implementierung eines ersten Projekts vorgesehen. 5.000 Menschen könnten dadurch im Katastrophenfall versorgt werden. Die Kosten dafür lägen bei 18 Millionen Euro. © kna/aerzteblatt.de

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