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Politik

Verbände wollen bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte

Donnerstag, 9. Mai 2019

/dpa

Berlin – Sozialverbände haben zum internationalen Tag der Pflegenden am Sonntag bessere Arbeitsbedingungen für professionell Pflegende angemahnt. „Pflegefachpersonen sind Rückgrat und tragende Säule unseres Gesundheitssystems“, erklärte der deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) in Berlin. Kranke und pflegebedürftige Menschen wüssten dies sehr gut und brächten den Angehörigen der Pflegeberufe großes Vertrauen entgegen, betonte Präsidentin Christel Bienstein.

Sie forderte einen stärkeren Einfluss der Pflege im Gesundheitswesen: „Dass die mit Ab­stand größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen nicht mitreden und mitentscheiden darf, ist ein Relikt aus alter Zeit, das längst nicht mehr passt.“ Es brauche eine Zu­sammen­arbeit der beteiligten Berufe auf Augenhöhe.

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Auch der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) forderte eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen für pflegende Angehörige sowie eine gerechte und gesicherte Bezahlung für Pflegekräfte. Elementare Verbesserungen seien notwendig, sagte KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth. Die Anstrengungen der Politik seien positiv, es brauche aber eine „zeitnahe Verbesserung und Umsetzung“. Um dem Fachkräftemangel in der Pflege zu beheben, sei „leistungsgerechte Vergütung dringend geboten“.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) erklärte, Deutschland steuere mit Volldampf auf einen Versorgungsnotstand zu. Notwendig sei deshalb auch eine erleichterte Einwanderung ausländischer Pflegekräfte, sagte Präsident Bernd Meurer.

Er warnte vor zu hohen Standards bei der Personalausstattung: Eine Fachkraftquote von 50 Prozent im stationären Bereich sei nur bei deutlich weniger Heimbewohnern durch­zuhalten. Meurer schlug vor, den Einsatz einer deutlich höheren Zahl von Assistenz­kräften zu ermöglichen. © kna/aerzteblatt.de

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Avatar #719236
Pflege_42
am Samstag, 11. Mai 2019, 13:13

Missbrauch

Bernd Meurer (bpa) missbraucht den #TagderPflegenden. Er fordert noch weniger #Pflegefachpersonen in #Altenheimen: Es solle der „Einsatz einer deutlich höheren Zahl von Assistenz­kräften“ ermöglicht werden.
Sein Verband versäumt es seit Jahren die Arbeitsbedingungen zu verbessern:
Auszubildende von Mitgliedsbetrieben werden erheblich schlechter bezahlt, als im öffentlichen Dienst.
Erfolge bei der Gewinnung von Berufsrückkehrer*innen kann der bpa nicht vermelden.
ABER: Man fordert mehr Pflegekräfte aus dem Ausland mit noch weniger Sprachkenntnissen zu werben. Die Situation in den Entsendeländern wird ignoriert.
Die Einstiegsvoraussetzungen für die Ausbildung sollen keinesfalls angehoben werden.
Ein flächendeckender Tarif gilt wohl aus Teufelszeug.
...
Den bestehenden Fachkräftemangel in der #Altenpflege gibt's auch wegen der Lobbyarbeit von Bernd Meurer.
LNS

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