NewsPolitikVerbände wollen bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Verbände wollen bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte

Donnerstag, 9. Mai 2019

/dpa

Berlin – Sozialverbände haben zum internationalen Tag der Pflegenden am Sonntag bessere Arbeitsbedingungen für professionell Pflegende angemahnt. „Pflegefachpersonen sind Rückgrat und tragende Säule unseres Gesundheitssystems“, erklärte der deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) in Berlin. Kranke und pflegebedürftige Menschen wüssten dies sehr gut und brächten den Angehörigen der Pflegeberufe großes Vertrauen entgegen, betonte Präsidentin Christel Bienstein.

Sie forderte einen stärkeren Einfluss der Pflege im Gesundheitswesen: „Dass die mit Ab­stand größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen nicht mitreden und mitentscheiden darf, ist ein Relikt aus alter Zeit, das längst nicht mehr passt.“ Es brauche eine Zu­sammen­arbeit der beteiligten Berufe auf Augenhöhe.

Anzeige

Auch der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) forderte eine Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen für pflegende Angehörige sowie eine gerechte und gesicherte Bezahlung für Pflegekräfte. Elementare Verbesserungen seien notwendig, sagte KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth. Die Anstrengungen der Politik seien positiv, es brauche aber eine „zeitnahe Verbesserung und Umsetzung“. Um dem Fachkräftemangel in der Pflege zu beheben, sei „leistungsgerechte Vergütung dringend geboten“.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) erklärte, Deutschland steuere mit Volldampf auf einen Versorgungsnotstand zu. Notwendig sei deshalb auch eine erleichterte Einwanderung ausländischer Pflegekräfte, sagte Präsident Bernd Meurer.

Er warnte vor zu hohen Standards bei der Personalausstattung: Eine Fachkraftquote von 50 Prozent im stationären Bereich sei nur bei deutlich weniger Heimbewohnern durch­zuhalten. Meurer schlug vor, den Einsatz einer deutlich höheren Zahl von Assistenz­kräften zu ermöglichen. © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #719236
Pflege_42
am Samstag, 11. Mai 2019, 13:13

Missbrauch

Bernd Meurer (bpa) missbraucht den #TagderPflegenden. Er fordert noch weniger #Pflegefachpersonen in #Altenheimen: Es solle der „Einsatz einer deutlich höheren Zahl von Assistenz­kräften“ ermöglicht werden.
Sein Verband versäumt es seit Jahren die Arbeitsbedingungen zu verbessern:
Auszubildende von Mitgliedsbetrieben werden erheblich schlechter bezahlt, als im öffentlichen Dienst.
Erfolge bei der Gewinnung von Berufsrückkehrer*innen kann der bpa nicht vermelden.
ABER: Man fordert mehr Pflegekräfte aus dem Ausland mit noch weniger Sprachkenntnissen zu werben. Die Situation in den Entsendeländern wird ignoriert.
Die Einstiegsvoraussetzungen für die Ausbildung sollen keinesfalls angehoben werden.
Ein flächendeckender Tarif gilt wohl aus Teufelszeug.
...
Den bestehenden Fachkräftemangel in der #Altenpflege gibt's auch wegen der Lobbyarbeit von Bernd Meurer.
LNS

Nachrichten zum Thema

28. Mai 2020
Mainz − Der rheinland-pfälzische Landtag hat ein für die Vereinheitlichung der Pflegeausbildung im Land nötiges Gesetz beschlossen. Dafür stimmten gestern die Fraktionen von SPD, CDU, FDP und
Pflegeberufereform passiert Landtag in Rheinland-Pfalz
28. Mai 2020
Magdeburg − In Sachsen-Anhalt können Altenpflegekräfte eine einmalige Prämie von bis zu 1.500 Euro erhalten. Der Finanzausschuss des Landtags billigte gestern den Plan, die Prämie des Bundes mit
Finanzausschuss billigt Aufstockung des Pflegebonus in Sachsen-Anhalt
27. Mai 2020
München − Inzwischen haben fast 300.000 Pflege- sowie Rettungskräfte Anträge auf den wegen der Coronakrise gewährten Pflegebonus gestellt. „In mehr als 50.000 Fällen konnten schon
Fast 300.000 Anträge auf Pflegebonus in Bayern
26. Mai 2020
Mainz/Berlin – Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz hat kritisiert, dass manche Krankenhäuser die Aussetzung der Pflegepersonaluntergrenzen sowie die Lockerung des Arbeitszeitgesetzes während der
Pflegekammer kritisiert Krankenhäuser, die jetzt Gewinne machen
26. Mai 2020
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) hat die Arbeitsbedingungen in der Intensivpflege kritisiert. „Die Situation ist teils grenzwertig und
Drängen auf bessere Rahmenbedingungen in der Intensivpflege
25. Mai 2020
Bonn – Die seit Anfang 2019 geltenden Untergrenzen für das Pflegepersonal im Krankenhaus werden einer Umfrage zufolge von Fachkräften mehrheitlich als negativ empfunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine
Umfrage zeigt Kritik an Pflegepersonaluntergrenzen für Krankenhäuser
25. Mai 2020
Potsdam − Heute beginnen Tarifverhandlungen für etwa 1.700 Beschäftigte aus acht gemeinnützigen brandenburgischen Unternehmen aus der Sozialwirtschaft und Pflege. Die Arbeitnehmer forderten 6,5
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER