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Ermittlungen gegen Chirurgen der Uniklinik Essen eingestellt

Mittwoch, 8. Mai 2019

/dpa

Essen – Der Direktor der Chirurgie an der Essener Universitätsklinik ist endgültig vom Vorwurf entlastet, für medizinisch nicht notwendige Lebertransplantationen und den Tod eines Patienten verantwortlich zu sein. Der „Tatverdacht einer bewussten Schädigung von Patienten“ sei entfallen, teilte die Staatsanwaltschaft Essen heute mit.

Das Ermittlungsverfahren wurde gegen Geldauflage eingestellt. Wegen Verstößen gegen Dokumentations- und Mitteilungspflichten zahlte der Mediziner 50.000 Euro an die Lan­des­kasse. Gegen zwei weitere Ärzte wird wegen mangels eines hinreichenden Tatver­dachts nicht weiter ermittelt.

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Der Arzt war im September vergangenen Jahres einige Tage in Untersuchungshaft ge­kommen. Die Ermittler hatten ihre Vorwürfe auf die Einschätzung eines Gutachters ge­stützt, es hätte weniger riskante Behandlungsmethoden für die Patienten gegeben. Ein später von der Staatsanwaltschaft eingeholtes zweites Gutachten widersprach dieser An­sicht.

Nachdem der Haftbefehl aufgehoben worden war, kehrte der von seinen Aufgaben freigestellte Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie im Februar an seinen Arbeitsplatz zurück.

Die Universitätsklinik Essen erklärte, mehrere international anerkannte Gutachter hätten jede einzelne Entscheidung für die geprüften 91 Transplantationen bestätigt. Sämtliche Vorwürfe des Erstgutachters seien entkräftet worden.

Die Staatsanwaltschaft betonte da­gegen, bei der Risikobewertung von Transplantationen handele es sich um einen „kontro­vers diskutierten und noch im Wandel begriffenen Bereich der Medizin“, bei dem ver­schiedene Lösungen möglich seien. © dpa/aerzteblatt.de

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