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Blindenverband bemängelt Defizite bei Informations­angeboten zur Europawahl

Donnerstag, 9. Mai 2019

/zlikovec, stockadobecom

Berlin – Die Informationsangebote der Parteien zur Europawahl lassen nach Einschät­zung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) für blinde Menschen zu wünschen übrig.

„Zehn Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention wird es blinden Men­schen in Deutschland völlig unnötigerweise schwer gemacht, sich vor dieser wichti­gen Wahl zu informieren“, beklagte DBSV-Geschäftsführer Andreas Bethke.

In der Konvention, die auch Deutschland ratifiziert hat, heißt es unter anderem: „Die Ver­tragsstaaten garantieren Menschen mit Behinderungen die politischen Rechte sowie die Möglichkeit, diese gleichberechtigt mit anderen zu genießen“.

Der DBSV hat nach eigenen Angaben die digital angebotenen Informationen aller 41 zur Europawahl zugelassener Parteien ausgewertet. Dabei habe eine blinde Testperson einen Screenreader genutzt, also ein elektronisches Vorleseprogramm, das das Surfen im Inter­net ermöglicht.

Begutachtet wurden die Internetseiten, Wahlprogramme und Social-Media-Kanäle. Die Qualität der Webseiten reiche von gut zugänglich bis völlig unnavigierbar, so der DBSV. © dpa/aerzteblatt.de

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