NewsVermischtesVerletzungs­prävention im Leistungssport zu wenig verankert
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Verletzungs­prävention im Leistungssport zu wenig verankert

Freitag, 10. Mai 2019

/Janni, stockadobecom

Berlin – Die Prävention von Verletzungen kommt im Leistungssport bei Training und Wettkampf zu kurz. Das berichteten die Vorstände der Stiftung Sicherheit im Sport, David Schulz und Claus Weingärtner, vor dem Sportausschuss des Deutschen Bundestages. Ob und wie entsprechende präventive Maßnahmen umgesetzt werde, ist ihrer Aussage nach allerdings davon abhängig, welche Sensibilität, welche Kenntnisse und welche Kompe­tenzen bei den jeweiligen Funktionären, Trainern und Physiotherapeuten vorhanden sind.

„Es ist nicht nachvollziehbar, warum Sportunfallprävention im Sinne eines Qualitätsmerk­mals nicht schon längst flächendeckend implementiert ist – auch vor dem Hintergrund, dass der Staat große Summen in den Spitzensport investiere“, sagte Schulz.

Anzeige

Die Stiftung fordert, akute und chronische Verletzungen im Spitzensport flächendeckende zu erfassen, möglichst über bereits bestehende Betreuungssysteme wie die Olympia­stütz­­punkte. Die erfassten Daten sollten in einer zentralen Datenbank gespeichert und die Analysen der Daten zur individuellen Trainingssteuerung sowie zur Etablierung prä­ventiver Maßnahmen in den Trainingsalltag bereits bei Nachwuchsathleten genutzt werden, regten Schulz und Weingärtner an.

Defizite sehen die Experten auch im Breitensport. Insgesamt gebe es in Deutschland pro Jahr schätzungsweise zwei Millionen Sportunfälle, sagte Weingärtner. Während im Ver­einssport sowie im Kita-, Schul- und Hochschulsport in unterschiedlichem Umfang Prä­vention stattfinde, existiere diese im frei betriebenen Sport ebenso wie in den privaten Fitnessstudios nicht, beklagte er. Etwa ein Drittel der Sportunfälle ereigne sich aber in diesem Bereich.

Die beiden Experten betonten vor dem Sportausschuss, dass entsprechende Präventions­maßnahmen Anzahl und Schwere von Verletzungen im Sport positiv beeinflussen könnten. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

6. Mai 2019
Jena – Der Klettersport hat sich in den vergangenen Jahren vom Rand- zum Breitensport gewandelt. Dazu trägt vor allem der weltweite Boulderboom bei. Vor allem Kletteranfänger setzen sich dabei einem
Zahl der Schwerverletzten beim Klettern steigt
18. April 2019
Bremen – Unternehmen sollten im Rahmen der betrieblichen Gesund­heits­förder­ung besonders auf Maßnahmen und Änderungen der Arbeitsumgebung setzen. Diese Verhältnisförderung ist effektiver als eine
Wie Unternehmen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter am besten fördern können
17. April 2019
Boston – Ein sogenanntes Wellnessprogramm, wie es in den USA viele Firmen ihren Beschäftigten anbieten, hat in einer randomisierten klinischen Studie im amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2019; 321:
Arbeitsmedizin: „Wellness“-Programm für Angestellte zeigt in US-Studie geringe Wirkung
9. April 2019
Berlin – Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband haben sich auf eine Übergangsfrist für die überarbeitete regelmäßige Gesundheitsuntersuchung verständigt. Das hat die KBV heute
Übergangsfrist für Gesundheitsuntersuchung beschlossen
5. April 2019
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hält nichts davon, ungesunden Lebenswandel durch eine höhere Eigenbeteiligung an den Gesundheitskosten zu bestrafen. „Aus meinem christlich
Spahn will ungesunden Lebenswandel nicht sanktionieren
5. April 2019
Berlin – Gesetzlich Krankenversicherte haben seit Anfang April Anspruch auf die Leistungen der neu gestalteten Gesundheitsuntersuchung für Erwachsene. Der Bewertungsausschuss hatte in der vergangenen
Überarbeitete Gesundheitsuntersuchung jetzt Kassenleistung
5. April 2019
Berlin – Viele Deutsche sind offenbar bereit, zur Vorsorge und Früherkennung von Krankheiten ihre Daten für neue Algorithmen und maschinelle Analysen zur Verfügung zu stellen – wenn sie denn erwarten
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER