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Initiative für mehr Verbraucherschutz bei Ernährungsberatung

Freitag, 10. Mai 2019

/Svyatoslav Lypynskyy, stockadobecom

Bonn – Die Bezeichnung „Ernährungsberater“ ist in Deutschland rechtlich nicht ge­schützt. Das macht es nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) schwierig, seriöse von unseriösen Angeboten in der Ernährungsberatung und Ernährungs­bildung voneinander zu unterscheiden.

Ein wesentliches Kriterium für eine bestmögliche Beratung sei die Qualifikation der Er­nährungsfachkraft, erklärte DGE-Geschäftsführerin Kiran Virmani. Die DGE hat daher ei­nen Koordinierungskreis „Qualitätssicherung in der Ernährungs­bera­tung und Ernäh­rungs­bildung“ geschaffen, dem auch der Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) angehören.

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Insgesamt setzt sich das Gremium aus zwölf Institutionen verschiedener Fachgebiete zusammen. Der Koordinierungs­kreis hat eine neue Rahmenvereinbarung herausgegeben, die für mehr Transparenz und Schutz der Verbraucher sorgen soll. „Unser gemeinsames Ziel ist, die Qualität in der Ernährungsberatung zu sichern und Verbraucher bei ihrer Suche nach einer Ernährungsfachkraft zu unter­stützen“, so Virmani.

Die Rahmenvereinbarung definiert die Anforderungen an Fachkräfte, die Ernährungs­beratung beziehungsweise -therapie sowie Maßnahmen der Ernährungsbildung durch­führen.

Für die primärpräventive Ernährungsberatung kommen danach folgende Berufsgruppen in Frage: Diätassistenten, Ernährungsmediziner und Absolventen eines Studiums der Oecotrophologie, Ernährungswissenschaften oder eines fachverwandten Studien­ganges entsprechend den DGE-Zulassungskriterien.

Die Gesellschaften betonen in der Rahmenvereinbarung außerdem die Bedeutung einer kontinuierlichen Fortbildung der Fachkräfte. Sie fordern außerdem, dass Ernährungsbe­ratung und Ernährungsbildung frei von Produktwerbung oder Produktverkauf sein müssen. © hil/aerzteblatt.de

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