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Ärzteschaft

Hausärzte wehren sich gegen Generalverdacht

Freitag, 10. Mai 2019

/dpa

Erfurt – Die Hausärzte haben auf den negativen Einfluss von Konzepten und Vorgaben aus Politik und Selbstverwaltung auf die Entwicklung ihres Berufsstandes hingewiesen.

Konkret kritisierten sie die zunehmenden Eingriffe in den freien Beruf und den wieder­kehrenden Generalverdacht gegenüber Ärzten, sie würden die Kassen bei Manipu­lations­versuchen bei Codierungen unterstützen. „So macht man sicherlich keine Werbung für den Hausarztberuf“, sagte Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des Deutschen Hausärzte­verbandes, auf der Frühjahrstagung in Erfurt.

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Insgesamt zeigte sich der Verband zufrieden mit der Entwicklung des Berufs. So gebe es beispielsweise mehr Hausärzte, Umfragen unter Medizinstudierenden bestätigten zudem ein wachsendes Interesse an der Allgemeinmedizin sowie der hausärztlichen Arbeit.

„Die Allgemeinmedizin hat es geschafft, das verstaubte Image, das vonseiten einiger Uni­versitäten viel zu lange propagiert wurde, endlich abzulegen“, sagte Weigeldt. Trotz­dem gebe es nach wie vor Schwierigkeiten, Hausarztsitze nachzubesetzen.

Darauf wies vor allem Ulf Zitterbart, Vorsitzender des Thüringer Hausärzteverbandes hin. „Damit es nicht zu größeren regionalen Lücken in der hausärztlichen Versorgung kommt, braucht es unbedingt familienfreundliche öffentliche Strukturen, angemessenes Honorar und attraktive Arbeitsbedingungen ohne Sorge vor Regressandrohungen“, so Zitterbart. © hil/sb/aerzteblatt.de

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