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Politik

Bundesregierung sieht chronisch Kranke gut versorgt

Montag, 13. Mai 2019

/Tyler Olson, stockadobecom

Berlin – Die Bundesregierung schätzt die Versorgung chronisch kranker Patienten in Deutschland als gut ein. Das zeigt eine Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag.

Für viele Erkrankungen wie etwa Augenleiden, Multiple Sklerose oder chronische Hepa­titis C stünden diverse Medikamente mit und ohne belegten Zusatz­nutzen zur Verfügung, schreibt die Bundesregierung.

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Da Patienten neu entwickelte Arzneimittel nach der Zulassung ohne Verzögerung erhal­ten könnten, bestehe keine Notwendigkeit, weitere Initiativen zu ergreifen, hieß es.

Die FDP-Abgeordneten hatten in der Anfrage beklagt, dass chronisch kranke Patien­ten – etwa mit Multipler Sklerose – kei­nen Zugang zu innovativen Neurologika erhiel­ten.

Diese gehörten dem aktuellen AMNOG-Report 2018 zufolge zu den Anwendungsge­bie­ten, die besonders selten einen Zusatz­nutzen zugesprochen bekämen und somit nicht über die gesetzlichen Krankenver­si­che­rung (GKV) erstattungsfähig seien.

Aus Sicht der FDP-Gesundheitspolitikerin Katrin Helling-Plahr geht die Einschätzung der Bundesregierung daher an der Versorgungs­realität vorbei. „Die Bundesregierung sollte ihr diesbezügliches Wissen dringend auf­bessern“, sagte sie. © hil/sb/kna/aerzteblatt.de

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VargCarlson
am Mittwoch, 12. Juni 2019, 19:20

Versorgung mit Arzneimitteln/Qualitätssicherung

Wie können chronisch Kranke mit Arzneimitteln gut versorgt sein, wenn es - europaweit - erhebliche Versorgungsschwierigkeiten gibt? Was sollen hier die völlig kontraproduktiven Beschwichtigungsversuche unserer Regierung? Ihre Aufgabe ist es zu gewährleisten, dass Versorgung und Sicherheit stimmen. Das ist nicht der Fall. Ich habe diese Probleme nicht nur in Deutschland, sondern auch in skandinavischen Ländern erlebt. Häufig waren Produktions- und Lieferschwierigkeiten ursächlich, wobei die Herstellung oder Konfektion nur in wenigen Produktionsstätten oder gar einer einzigen in europäischen oder außereuropäischen Ländern stattfindet. Ich kenne durch meine ärztliche Tätigkeit in Asien auch die Verhältnisse u.a. in Indien. Vertrauenswürdig ist es nicht, wenn der europäische Pharmahandel sich auf diese Länder stützt und die verbliebene europäische Industrie sich auf die lukrativen Produkte zurückzieht. Hier spätestens beginnt die Verantwortung bzw. Verpflichtung unserer staatlichen und interstaatlichen Organe. Beschwichtigen statt Ordnen und Regeln ist nicht nur kontraproduktiv, sondern grenzt an Staatskriminalität.
LNS

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