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Medizin

Rote-Hand-Brief: Modafinil möglicherweise teratogen

Freitag, 10. Mai 2019

/sharky1, stockadobecom

Bonn – Das Psychostimulans Modafinil, das seit 1998 zur Behandlung von Erwachsenen mit exzessiver Schläfrigkeit bei Narkolepsie mit oder ohne Kataplexie zugelassen ist, steht im Verdacht, Fehlbildungen auslösen zu können. Der Hersteller weist deshalb in einem Rote-Hand-Brief darauf hin, dass das Mittel während der Schwangerschaft nicht angewendet werden sollte. Frauen müssen während der Anwendung eine wirksame Methode der Schwangerschaftsverhütung benutzen.

Die Hinweise auf eine mögliche Teratogenität stammen laut dem Rote-Hand-Brief aus einem Schwangerschaftsregister zu Modafinil und Armodafinil in den USA (Armodafinil ist ein Enantiomer des Racemats Modafinil, das in den USA zugelassen ist) sowie aus weiteren Spontanmeldungen. Es soll sich um schwere Fälle handeln, bei denen ein kausaler Zusammenhang mit dem Wirkstoff als möglich angesehen wird. Ein spezifisches Fehlbildungsmuster sei jedoch nicht beobachtet worden, schreibt der Hersteller.

Die Kontraindikation erfolgt vorläufig bis zur weiteren Klärung. Bei der Kontrazeption ist zu bedenken, dass Modafinil die Wirksamkeit oraler Kontrazeptiva beeinträchtigen kann. Deshalb sind alternative oder zusätzliche sichere Verhütungsmethoden erforderlich. © rme/aerzteblatt.de

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