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Politik

Erneut Lieferengpass bei Autoinjektor Fastjekt gegen allergische Schocks

Freitag, 10. Mai 2019

/dpa

Berlin – Schon im vergangenen Jahr hatten Allergiker Schwierigkeiten, an Notfallmedi­kamente gegen allergische Schocks zu kommen. Jetzt gibt es einen erneuten Liefer­eng­pass für den Epinephrin-Pen Fastjekt, wie die Datenbank des Bundesinstituts für Arznei­mittel- und Medizinprodukte (BfArM) zeigt.

Der bestehende Lieferengpass von Fastjekt – Hersteller ist Pfizer, der Vertrieb läuft über das Unternehmen Mylan/Meda Pharma – ist dem BfArM im April gemeldet worden. Im Mai wird nach derzeitigen Angaben noch ein Ende des Engpasses erwartet. Als Grund sind Produktionsprobleme genannt.

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Die aktuellen Lieferengpässe seien auf Wartungs- und Modernisierungsarbeiten in der Produktionsanlage zurückzuführen, die im Winter durchgeführt worden seien, sagte eine Pfizer-Sprecherin auf Anfrage des Deutschen Ärzteblattes. Diese hätten länger als erwar­tet gedauert. Darüber hinaus habe es „temporär technische Schwierigkeiten“ gegeben.

„Beides in Kom­bi­nation hat dazu geführt, dass wir keine ausreichenden Reserven aufbau­en konnten“, sagte die Sprecherin. Sie gehe davon aus, dass in den kommenden Monaten die Verfüg­bar­keit von Fastjekt variieren werde. Dies könne sich „abhängig von der saiso­na­len Nach­frage fortsetzen“. Man bedauere die schwankende Verfügbarkeit von Fast­jekt. „Uns ist bewusst, wie wichtig es ist, dass Fastjekt zur Verfügung steht“, sagte sie.

Die BfArM-Datenbank weist als Alternativ­arzneimittel die Produkte Jext und Emerade aus. Im vergangenen Jahr konnten die Produktionsprobleme von Pfizer bei Fastjekt von den Unter­nehmen ALK (Jext) und Bausch + Lomb (Emerade) nicht aufgefangen werden. Die Nachfrage war aufgrund des Fastjekt-Engpasses so stark angestiegen, dass man Schwie­rigkeiten bei der kurzfristigen Kompensation gehabt habe, hieß es damals. © may/aerzteblatt.de

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