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Neue Qualitätsindikatoren zeigen Wirkung

Freitag, 10. Mai 2019

/dpa

Berlin – Die planungsrelevanten Qualitätsindikatoren haben in den deutschen Kranken­häusern zu Veränderungen geführt. Das erklärte der Leiter des Instituts für Qualitäts­sicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), Christof Veit, auf der Jahres­tagung des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) gestern in Berlin. Manche der Krankenhäuser, die die pro Indikator bestimmten Grenzwert nicht hätten ein­halten können, hätten die entsprechende Leistung aus ihrem Portfolio genommen, so Veit.

Die planungsrelevanten Qualitätsindikatoren waren mit dem Krankenhausstrukturgesetz eingeführt worden, um den Bundesländern die Möglichkeit zu geben, bei ihren Planungs­entscheidungen auch die Versorgungsqualität zu berücksichtigen.

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Das IQTIG hat in der Folge elf Indikatoren aus den Leistungsbereichen Geburtshilfe, gynä­kologische Operationen und Mammachirurgie identifiziert und jeweils mit Grenzwerten versehen. So soll zum Beispiel in der Geburtshilfe in 90 Prozent der Fälle oder mehr ein Pädiater bei Frühgeburten anwesend sein. Die erste Auswertung der Daten hatte im ver­gangenen Jahr ergeben, dass in 73 von 1.084 untersuchten Krankenhausstandorten eine unzureichende Qualität erbracht worden war.

Krankenhäuser haben mit Entsetzen reagiert

„Viele der Krankenhäuser haben mit Entsetzen darauf reagiert, dass sie auf unserer Liste standen“, sagte Veit. „Viele haben das als Warnschuss wahrgenommen und darauf rea­giert.“ Oft sei eine unzureichende Qualität bei Leistungen erbracht worden, die in den betreffenden Krankenhäusern nur selten vorgenommen wurden, sagte der IQTIG-Leiter. Viele Krankenhäuser hätten diese Leistungen nach der Veröffentlichung der Liste ganz eingestellt.

Andere, die nicht auf der Liste standen, hätten sich darüber gefreut, dass ihr Qualitäts­management funktioniert. Dabei gebe es auch Unterschiede zwischen den Bundeslän­dern. „In Sachsen war zum Beispiel kein einziges Krankenhaus auf der Liste“, sagte Veit.

Fehler bei der Kommunikation

Veit räumte jedoch Fehler bei der Kommunikation der Ergebnisse ein. So seien bei der Darstellung keine Unterschiede zwischen Krankenhäusern gemacht worden, die in erheblichem Maße eine unzureichende Qualität erbracht haben, und Häusern, die die Grenzwerte nur knapp nicht eingehalten haben. Das werde sich bei der nächsten Ver­öffentlichung ändern.

Derzeit arbeite das IQTIG daran, die erhobenen Qualitätsdaten patientenfreundlicher dar­zustellen. „Zuerst wollten wir möglichst viele unserer Daten laienverständlich darstellen“, sagte Veit. „Aber die Patienten, mit denen wir gesprochen haben, wollten gar nicht alle Ergebnisse, aus dem Bereich Herzkatheter zum Beispiel, wissen. Sie wollten nur wissen, in welches Krankenhaus sie und ihre Angehörigen gehen können.“

Bei den Patienten gehe es eher um Fragen wie: Kann ich meinen Partner mit ins Kranken­haus nehmen? Kann ich meine Hebamme mitnehmen? Oder: Gibt es in dem Krankenhaus Hygieneprobleme? „Wir arbeiten derzeit daran, die Daten so aufzubereiten, dass diese Fragen beantwortet werden“, erklärte Veit. „Erst in einem zweiten Schritt sollen die Patienten mehr ins Detail gehen können.“ © fos/aerzteblatt.de

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cosypanther
am Freitag, 26. Juli 2019, 14:34

Welches Datum maßgeblich für die Kostenübernahme der Kryokonservierung?

Sie schreiben "Ansonsten könnten in der kommenden Zeit besondere Härten entstehen, wenn trotz der erfolgten gesetzlichen Regelung, aber wegen der fehlenden Richtlinie Patienten trotzdem noch die Kosten der Fruchtbarkeitserhaltung selbst tragen müssten, warnte Diana Lüft­ner, Vorstand der DSfjEmK und Mitglied im Vorstand der DGHO. Die Krankenkassen müssten jetzt auf Antrag positive Einzelfallentscheidungen treffen, forderte sie.".

Was ist an dieser Stelle maßgebend für die Kostenübernehme: Der Zeitpunkt der Gesetzesänderung oder der Zeitpunkt der Fertigstellung der Richtlinie?

Nach meinem Verständnis muss die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung die Kosten seit dem 10.05.2019 grundsätzlich übernehmen, allerdings wird erst in der Richtlinie festgelegt werden, in welchem Umfang dies geschieht. Demnach wäre das Vorgehen aus meiner Sicht, zuerst die Kosten einzureichen, bei Ablehnung durch die gesetzliche KV Widerspruch einzulegen, und dann ggf. weitere Schritte einzuleiten.
LNS

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