NewsVermischtesGroßstädter zufriedener mit Gesundheitswesen als Landbewohner
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Großstädter zufriedener mit Gesundheitswesen als Landbewohner

Montag, 13. Mai 2019

/dpa

Berlin – Stadtbewohner und Gutverdiener sind zufriedener mit der Gesundheits­versor­gung als Menschen, die auf dem Land leben oder relativ wenig verdienen. Das ist das zentrale Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Arzneimittelher­steller (BAH), die den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vorliegt. Das Markt­forschungs­unternehmen Nielsen hat dafür 2.000 Menschen befragt.

Generell schätzen die Deutschen die ihnen gebotene Gesundheitsversorgung als außer­ordentlich hoch ein. Dass sie im Vergleich zu anderen Ländern innerhalb der EU und außerhalb „sehr gut“ sei, finden 80 Prozent der Befragten. Geht man etwas ins Detail, offenbaren sich jedoch Defizite. So sind nur 59 Prozent der Meinung, dass Krankenkassen „alle medizinisch notwendigen Leistungen“ erstatten.

Anzeige

Am deutlichsten unterscheidet sich die Zufriedenheit mit der medizinischen Versorgung anhand des Wohnortes und des Einkommens. So beurteilen die Befragten, die in Orten mit weniger als 10.000 Einwohnern leben, die Versorgung nur zu 79 Prozent als „gut“, „sehr gut“ oder „befriedigend“. Unter den Bewohnern von Städten mit mehr als einer Million Einwohnern finden dies dagegen 95 Prozent der Befragten.

Ähnlich stark klafft die Wahrnehmung auseinander, wenn man die Einkommenssituation der Befragten betrachtet. Nur 77 Prozent der Menschen mit einem monatlichen Haus­halts­netto­einkommen von 1.500 Euro oder weniger bezeichnen die Gesundheitsver­sor­gung als „sehr gut“, „gut“ oder „befriedigend“. Bei einem Nettoeinkommen von 4.000 Euro und mehr sind dies dagegen 91 Prozent.

Weniger sichtbar ist der Unterschied zwischen gesetzlich und privat Versicherten. Mit­glieder der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung finden das deutsche Gesundheitssystem zu 83 Prozent mindestens „befriedigend“ oder besser. Bei den Privatpatienten sind es 90 Prozent.

Fast jeder dritte Privatpatient meint sogar, die Versorgung werde besser. Von den Kassen­patienten meint dies nur jeder Vierte. Der größte Teil der Befragten glaubt aber, dass sich an der Qualität der medizinischen Versorgung in Zukunft nicht viel ändern wird. © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

28. Mai 2020
Berlin – Deutschland hat die Coronapandemie bislang vergleichsweise gut überstanden, weil es hier gelungen ist, die COVID-19-Infizierten weitgehend aus den Krankenhäusern herauszuhalten. Das erklärte
Warum Deutschland die Pandemie besser übersteht als viele Nachbarn
28. Mai 2020
Gießen – Wissenschaftler des Instituts für Neuropathologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) bauen ein deutschlandweites Register mit humanen Proben aus dem zentralen und peripheren
Gießen: Neuropathologen bauen neues Coronaregister auf
26. Mai 2020
Paris − Die französische Regierung hat als Konsequenz aus der Coronakrise „massive Investitionen“ in die öffentlichen Krankenhäuser zugesagt. Premierminister Edouard Philippe stellte gestern
Frankreich will massiv in Krankenhäuser investieren
20. Mai 2020
Madrid − Der psychische Druck im Kampf gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 hat offenbar schwere Auswirkungen auf Spaniens Gesundheitspersonal. Hohe Arbeitsbelastung, Ansteckungsgefahr und die
Coronakrise macht Spaniens Ärzte krank
20. Mai 2020
Paris − Die Abgeordnete Sabine Thillaye, die als einzige Deutsche in der französischen Nationalversammlung sitzt, hat Präsident Emmanuel Macron zum Umdenken in der Coronakrise aufgerufen. Sie
Deutsch-französische Abgeordnete ruft zur mehr Investition in Kliniken auf
15. Mai 2020
Berlin – Millionen von operativen Eingriffen werden derzeit weltweit aufgrund der COVID-19-Pandemie aufgeschoben, darunter auch zahlreiche Krebsoperationen – und es wird viele Monate, wenn nicht gar
28 Millionen chirurgische Eingriffe weltweit aufgrund von COVID-19 verschoben
12. Mai 2020
Straßburg – Einen höheren Stellenwert der Gesundheitspolitik in der Europäischen Union (EU) fordern die drei Ärzte im EU-Parlament Peter Liese (EVP-Christdemokraten), Chrysoula Zacharopoulou
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER