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Ärzteschaft

Frauenanteil unter Praxisärzten steigt allmählich weiter

Montag, 13. Mai 2019

/morganka, stockadobecom

Berlin – Wenn Patienten in eine Praxis gehen, behandelt sie immer häufiger eine Ärztin. Der Anteil der Frauen unter den niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten in Deutschland ist weiter leicht gestiegen – auf nunmehr 47 Prozent, wie aus Daten des Bundesarztregisters mit Stand Ende vergangenen Jahres hervorgeht. Ende 2017 waren es 46 Prozent gewesen und 2009 rund 39 Prozent. Am stärksten vertreten sind Medizine­rinnen in den ostdeutschen Ländern.

Im Vergleich der Bundesländer an der Spitze liegt Sachsen-Anhalt mit einem Frauenan­teil von nun 57,3 Prozent. Es folgen Berlin (56,6 Prozent), Sachsen (56,4 Prozent), Thürin­gen (55,6 Prozent), Brandenburg (55,2 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (52,7 Prozent). Daneben sind Frauen nur in einem einzigen Westland knapp in der Mehrheit, nämlich in Hamburg mit 52,4 Prozent.

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Den niedrigsten Anteil an Ärztinnen und Psychotherapeutinnen hat dagegen das Saarland mit 41,5 Prozent. Nur wenig mehr sind es in der Kassenärzte-Region Westfalen-Lippe in Nordrhein-Westfalen (41,9 Prozent) und in Rheinland-Pfalz (42,0 Prozent).

Dabei unterscheidet sich der Anteil der Frauen stark zwischen den Fachrichtungen. Am höchsten ist er – nur bezogen auf Ärztinnen – bei Gynäkologinnen mit nun 67,1 Prozent. In der Mehrheit sind Frauen auch bei Kinderärzten (54,5 Prozent) und Hautärzten (53,2 Prozent).

Am schwächsten vertreten sind Ärztinnen dagegen in Fachpraxen für Mund-Kiefer-Ge­sichtschirurgie mit elf Prozent. Wenig Frauen gibt es auch bei Orthopäden (12,3 Prozent) und Urologen (13,0 Prozent). Unter den Hausärzten sind inzwischen 45,9 Prozent weiblich – im Jahr 2009 waren es noch 38,6 Prozent Hausärztinnen gewesen.

Insgesamt stieg die Zahl der Ärztinnen mit einer Zulassung für die Versorgung gesetzlich krankenversicherter Ptienten zwischen 2009 und 2018 von 49.200 auf 62.500. Die Zahl der Psychotherapeutinnen erhöhte sich in diesen zehn Jahren laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung von gut 11.000 auf fast 20.000.

Die KBV hatte das Bundesarztregister bereits Anfang Mai veröffentlicht. Bundesweit gab es demnach zum Stichtag 31. Dezember 2018 rund 148.600 Vertragsärzte und 26.700 Vertragspsy­cho­therapeuten. Das ist ein Plus von 1,5 Prozent im Ver­gleich zu Ende 2017.

Da Ärzte zusehends Teilzeit arbeiten oder Angestellte statt Praxisinhaber sein wollen, bedeutet das der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zufolge aber tatsächlich nur einen Zuwachs von 0,2 Prozent. „Die Ressource Arzt ist und bleibt knapp“, sagte KBV-Chef Andreas Gassen Anfang Mai. © dpa/aerzteblatt.de

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