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Telemedizin in Sachsen im Aufwind

Montag, 13. Mai 2019

/dpa

Dresden – Arztsprechstunde per Video oder eine automatisierte Auswertung von Labor­befunden: Aktuell werden in Sachsen 17 Projekte mit rund 19 Millionen Euro gefördert. Darauf hat das Ge­sund­heits­mi­nis­terium in Dresden hingewiesen. „Telemedizin wird nie den Arzt ersetzen, aber sie stellt eine wertvolle Unterstützung dar“, sagte Gesundheits­ministerin Barbara Klepsch (CDU).

Im aktuellen Doppelhaushalt 2019/2020 sind jährlich fünf Millionen Euro zur Förderung telemedizinischer Projekte eingeplant. Hinzu kommen weitere zehn Millionen Euro pro Jahr für die Krankenhäuser. Die Europäischen Union (EU) steuert zudem in der Förder­periode von 2014 bis 2020 insgesamt weitere rund 28 Millionen Euro bei.

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Der Hausarzt Danny Nummert-Schulze aus Hartha (Mittelsachsen) im Erzgebirgsvorland bietet seinen Patienten seit Oktober auch Videosprechstunden an und ist begeistert. „Dinge wie etwa die Kontrolle von Wunden nach einer Operation lassen sich damit her­vorragend erledigen“, sagte er.

Die Bildqualität von Tabletcomputern oder auch Smartphones sei inzwischen brillant. Vor allem in den ländlichen Regionen des Erzgebirges und bei Pflegebedürftigen sieht Num­mert-Schulze große Chancen. „Mit einer Videosprechstunde lässt sich zumindest beurtei­len, ob rasch gehandelt werden muss“, sagte er.

„Die Möglichkeiten, die digitale und telemedizinische Anwendungen für die medizinische Versorgung vor allem auch in ländlichen Gebieten eröffnen, sind enorm“, erklärte Gesund­heitsministerin Klepsch. Wie viele Ärzte in Sachsen bereits Videosprechstunden anbieten, ist nicht bekannt.

Bei den Einrichtungen der Helios-Kliniken sind es nach eigenen Angaben bisher 21. Von Oktober bis Januar sei das Angebot etwa 80-mal genutzt worden. Derzeit schmälerten vor allem technische Hürden die Akzeptanz bei Patienten und Ärzten, sagte Matthias Harenburg, Helios-Sprecher der Region Ost. Das betreffe vor allem die Verfügbarkeit des schnellen Internets. Auch die Bedienung müsse noch einfacher werden. © dpa/aerzteblatt.de

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