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Politik

Sachsen schnürt Paket für die Pflege

Montag, 13. Mai 2019

/dpa

Dresden – Sachsen will mit einem Maßnahmenpaket die Situation für Pflegebedürftige und ihre Pfleger verbessern. „Unser Ziel ist eine bezahlbare Pflege mit hoher Qualität“, erklärte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Barbara Klepsch (CDU) heute in Dresden.

Pro Jahr seien dafür 60 Millionen Euro vorgesehen. Man müsse das Personal unterstützen, Angehörigen zur Seite stehen und sich stärker an der Finanzierung der Pflege beteiligen, damit höhere Kosten nicht einseitig bei den Versicherten abgeladen werden.

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Vorgesehen ist, dass Sachsen die Anteile an der Pflege, die der Bedürftige selbst zu tragen hat, stärker unterstützt wird. Die Stellung von Pflegekräften soll zudem deutlich gestärkt werden. Lehrlinge und bereits ausgebildete Mitarbeiter in der ambulanten Pflege sollen darüber hinaus etwa finanzielle Hilfe erhalten, wenn sie den Führerschein machen.

Für Kommunen will man die rechtlichen Voraussetzungen schaffen, um Pflegediensten bessere Parkmöglichkeiten zu bieten. Ferner will sich das Land beim Bund für einen ein­heitlichen Tarifvertrag aller Pflegekräfte einsetzen.

Man habe für das Paket zahlreiche Forderungen aus Veranstaltungen und dem Enquete-Bericht zur Pflege aufgenommen, sagte Klepsch.

Die Zahl Pflegebedürftiger in Sachsen stieg in den vergangenen Jahren stark und lag 2017 bei rund 204.000. Zu diesem Zeitpunkt gab es 68.085 Pflegekräfte bei 1.121 Pflege­diensten und in 970 Pflegeheimen – die große Mehrzahl davon sind Frauen. © dpa/aerzteblatt.de

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