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Ärzteschaft

Krankenhausärzte machen im Tarifstreit weiter Druck

Mittwoch, 15. Mai 2019

/dpa

München – Nach einem bundesweiten Warnstreik im April haben die Ärzte an Bayerns kommunalen Kliniken heute noch einmal nachgelegt. Um den Druck im Tarifstreit mit den Arbeitgebern zu erhöhen, legten zahlreiche Mediziner von Unterfranken bis Ober­bayern die Arbeit zeitweise nieder.

Am frühen Nachmittag versammelten sich nach Schätzung der Polizei rund 1.500 Ärzte zur zentralen Kundgebung in München. Dadurch kam es für viele Patienten zu Wartezeiten, so manche Operation wurde verschoben. Zugleich war aber die Behand­lung von Notfällen sichergestellt, wie eine Sprecherin der Ärzte-Gewerkschaft Marbur­ger Bund (MB) versicherte.

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Die Tarifverhandlungen hatten im Januar begonnen. Der Marburger Bund fordert fünf Pro­zent mehr Gehalt bei einer einjährigen Vertragslaufzeit sowie eine Entlastung der Medizi­ner. Die Gewerkschaft will unter anderem eine exakte Erfassung der Arbeitszeit und die Einführung von Höchstgrenzen für Bereitschaftsdienste und vor allem für Nachtdienste erreichen.

Nachdem die Verhandlungen vom MB zunächst für gescheitert erklärt wurden, gab es erste Warnstreiks. Anfang Mai waren die Gespräche wieder aufgenommen worden, aber ohne Ergebnis geblieben.

Die Gewerkschaft fordert unter ande­rem fünf Prozent mehr Geld und zwei arbeitsfreie Wochenenden im Monat. Die Arbeitgeber waren nach eigener Darstellung „sehr kompromissbereit“. Die Tarifverhandlungen sollen am 21. Mai in Berlin fortgesetzt werden. © dpa/may/aerzteblatt.de

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