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Ausland

Hunderte Angriffe auf medizinisches Personal in Krisengebieten

Mittwoch, 15. Mai 2019

Syrien, Idlib: Trümmer in einem Krankenhaus nach einem Luftangriff /dpa

München – Medizinisches Personal und Gesundheitseinrichtungen wurden im vergangenen Jahr in Krisengebieten mindestens 973 Mal angegriffen. Das ist das Resultat einer internationalen Studie des Bündnisses Safeguarding Health in Conflict Coalition, wie die Hilfsorganisation Ärzte der Welt heute in München mitteilte.

Mindestens 167 Gesundheitsmitarbeiter wurden dabei getötet und mindestens 710 verletzt, hieß es. Die gemeldete Gesamtzahl liegt laut Ärzte der Welt höher als im Vorjahresbericht, in dem 701 Fälle dokumentiert waren.

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Die Angriffe verstießen gegen internationales Recht und hätten weitreichende Folgen, betonte der Direktor von Ärzte der Welt Deutschland, Francois De Keersmaeker. Tod oder Vertreibung einer medizinischen Fachkraft könne den Tod von hunderten oder gar tausenden Patienten bedeuten. Dennoch greife Gewalt gegen Gesundheitsper­so­nal in Krisengebieten „weiter ungestraft um sich“, so der Experte. Das müsse endlich aufhören.

Das gefährlichste Land für medizinische Fachkräfte ist dem Bericht zufolge Syrien mit 257 Angriffen und 88 Toten. In Afghanistan kamen demnach 19 Menschen bei 98 An­griffen ums Leben. Neben Luftangriffen, Beschuss und Bombenanschlägen auf Ge­sundheitseinrichtungen werden den Angaben zufolge auch Entführungen und Ver­gewaltigung von medizinischen Helfern dokumentiert.

Ärzte der Welt ist die deutsche Sektion der internationalen humanitären Organisation Medecins du Monde / Doctors of the World. Nach eigenen Angaben leistet sie in 75 Ländern und rund 340 Programmen medizinische Hilfe für Menschen, die keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung haben. © kna/aerzteblatt.de

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