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Aufarbeitung von Missbrauch in katholischer Kirche unzureichend

Montag, 20. Mai 2019

/Brian Jackson, stockadobecom

Frankfurt am Main – Der Leiter der Forschergruppe, die im vergangenen Herbst eine wissenschaftliche Studie über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche vorlegt hat, hält die Aufarbeitungsbemühungen der deutschen Bischöfe für unzureichend. „Bei den Bischöfen kann ich bisher keine gemeinsame Strategie erkennen, weitere For­schungs­arbeiten in Gang zu setzen“, sagte Harald Dreßing der Frankfurter Allgemein­en Zeitung (FAZ).

Überdies seien Verlautbarungen einzelner Bischöfe zu den Ergebnissen der Studie und den daraus abzuleitenden Konsequenzen höchst unterschiedlich. Eine Priorisie­rung von Zielen zur Verhinderung von Missbrauch finde nicht statt, bemängelte Dreßing. „Stattdessen gibt es immer wieder neue Gesprächskreise und Workshops.“

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Dreßing wies die Ansicht zurück, mit der Studie sei dem Verlangen nach „Aufarbei­tung“ Genüge getan. „Unsere Missbrauchsstudie ist keine Aufarbeitung, sondern sollte der Auftakt für weitere Studien sein“, sagte der Leiter des Bereichs Forensische Psy­chiatrie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim der FAZ.

„Eine überregionale Untersuchung, die von einer interdisziplinär besetzten Kommis­si­on durchgeführt wird und in der Betroffene, Wissenschaftler, Vertreter der Kirche und der Zivilgesellschaft vertreten wären, wäre der Schritt, mit dem eine Aufarbeitung be­ginnen könnte“, regte Dreßing an. Sinnvoll wäre aus seiner Sicht auch eine nationale Dunkelfeldstudie mit einer großen repräsentativen Stichprobe.

Laut der Studie im Auftrag der Bischofskonferenz zum Ausmaß sexuellen Miss­brauchs durch Geistliche fanden sich in kirchlichen Personalakten und anderen Doku­menten Hinweise darauf, dass sich in den Jahren 1946 bis 2014 offenbar mindestens 1.670 Kleriker an 3.677 Opfern vergingen. © afp/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #683778
Freudi
am Dienstag, 21. Mai 2019, 20:27

Sexualisierte Gewalt

Es gibt keinen "sexuellen Missbrauch", weil es auch keinen "sexuellen Gebrauch" gibt. Stattdessen sollte hier korrekterweise von "sexualisierter Gewalt" gesprochen werden
Avatar #113003
Claus-F-Dieterle
am Montag, 20. Mai 2019, 21:30

Wer übt denn ein geistliches Amt aus?

Nicht jeder, der ein geistliches Amt ausübt, ist von Jesus Christus zum Dienst berufen.
Manch einer wollte Medizin, Jura usw. studieren und hat keinen Studienplatz bekommen und dann Theologie studiert. Bei anderen war das Motiv, dass mal als Pfarrer ja nicht einer Aufsicht und den Anforderungen wie in einem Wirtschaftsunternehmen unterliegt. Andere wollten ein sicheres Einkommen und nichts für ihre Altersvorsorge einzahlen. Dazu passt auch dass viele Pfarrer nicht gläubig sind. Und wieder andere meinen, dass sie Menschen bevormunden können.
Und wer ist der Herrscher dieser Welt? Lesen Sie bitte 2.Korinther 4,4 und Epheser 2,2.
Das Handeln von charakterlosen Menschen kann mich aber nicht von Jesus Christus abhalten, denn ER ist der Weg, die Wahrheit und das Leben (Johannes 14,6)
LNS
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