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Politik

SPD in Schleswig-Holstein für mehr Personal in Pflegeeinrichtungen

Montag, 20. Mai 2019

/dpa

Kiel – Die SPD-Sozialpolitikerin Birte Pauls hat die Einführung eines verbindlich fest­ge­legten gesetzlichen Personalbemessungsschlüssels in Pflegeeinrichtungen gefor­dert. „Dieser muss sich am Patientenwohl orientieren“, sagte die Landtagsabgeord­ne­te. Pflegekräfte seien eine tragende Säule des Gesundheitswesens.

In der älter werdenden Gesellschaft nehme der Bedarf an Pflegern weiter zu, sagte Pauls. Die Rahmenbedingungen in den Einrichtungen müssten der großen Verantwor­tung gerecht werden. „Das ist leider all zu oft nicht der Fall. Arbeit am Limit gehört in vielen Krankenhäusern zum bitteren Alltag.“ Folgen seien Stress, Burnout und „letzt­lich ein Absinken der Patientensicherheit“.

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Deutschland sei bei der Anzahl der Patienten pro Pflegekräfte im europäischen Ver­gleich Schlusslicht, sagte Pauls. „Die Jamaika-Koalition darf sich in der Frage nicht aus der Verantwortung stehlen und mit dem Finger immer nur auf Berlin zeigen.“

Die Ende 2018 von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) festgelegten Per­sonaluntergrenzen für einige Bereiche im Krankenhaus reichten nicht aus. Verbindli­che Personalschlüssel seien nötig für alle Bereiche der stationären und ambulanten Pflege. „Nur so kann dem Fachkräftemangel wirksam begegnet und der Pflegenot­stand beenden werden.“

Seit Jahresbeginn müssen Kliniken Mindestzahlen beim Personal einhalten. Sie gelten für Intensivstationen sowie Abteilungen für Kardiologie, Geriatrie und Unfallchirurgie. Wer zu wenig Pflegekräfte für zu viele Patienten hat, müsse Betten abbauen, hatte Spahn gesagt.

So soll in Intensivstationen in der Tagschicht eine Pflegekraft für höchstens 2,5 Patien­ten da sein, nachts für 3,5 Patienten. In einer zweiten Stufe ab 1. Januar 2021 soll sich tagsüber eine Pflegekraft um höchstens zwei Patienten kümmern, nachts um maximal drei. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #683778
Freudi
am Dienstag, 21. Mai 2019, 00:55

Denn man tau!

Na, dann sollten Frau Pauls und die SPD man schnell genügend Personal backen - bevor die ersten Heime wegen Personalmangels schließen müssen. Immerhin hat die SPD bekanntlich in den Nullerjahren durch den Verkauf auch der großen psychiatrischen Kliniken im Land an HELIOS und AMEOS auch genau dafür gesorgt: Überwiegend durch Personaleinsparungen waren/sind hier erhebliche Gewinne möglich. Und nun wird geklagt und gejammert - wie jämmerlich ist das?!
LNS

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