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Gesundheitsakte der Techniker Krankenkasse bundesweit verfügbar

Montag, 20. Mai 2019

/Syda Productions, stockadobecom

Hamburg – Die elektronische Gesundheitsakte „TK-Safe“ der Techniker Krankenkasse (TK) ist ab heute bundesweit verfügbar. Zuvor ist sie mit rund 160.000 Nutzern in einem Betatest erprobt worden. „Ich war überrascht, dass wir in kürzester Zeit eine sechs­stellige Zahl an Interessenten hatten, die die Akte testen wollten. Der Ansturm zeigt, dass Bedarf für ein sicheres und praktisches Tool zum digitalen Gesundheits­management besteht“, sagte Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der TK.

Bei TK-Safe starten die Versicherten auf Wunsch mit einer gefüllten Gesundheitsakte. Dafür können sie sich die Abrechnungsdaten der Krankenkasse in ihre Akte laden. Außerdem sind bundesweit rund 12.000 Arztpraxen über den Datenaustauschdienst „KV-Connect“ mit der Akte vernetzt, sodass Dokumente wie Arztbriefe und Laborbe­funde direkt von den Ärzten aus ihrer Praxissoftware in die Gesundheitsakte gesendet werden können. Patienten können ihren Ärzten zudem die Befunde von früheren Arzt­besuchen auf digitalem Weg zur Verfügung stellen.

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„Wir begrüßen es, dass TK und IBM bei ihrer elektronischen Gesundheitsakte auf die bereits weit verbreitete KV-Connect-Schnittstelle setzen. Dies ermöglicht es Ärzten auf einfache Weise, medizinische Dokumente mit ihren Patienten zu teilen“, hatte Thomas Kriedel, Mitglied des KBV-Vorstands, Anfang Dezember vergangenen Jahres gesagt.

„Ab dem ersten Halbjahr 2019 sind unmittelbar alle 12.000 Ärzte, die bereits heute KV-Connect nutzen, in der Lage, mit dem TK-Safe Daten auszutauschen. Alle anderen Ärzte können jederzeit zu KV-Connect dazu stoßen. Dabei ist egal, welche Praxis­soft­ware sie bisher nutzen“, erläuterte Baas im vergangenen Dezember. Neben den Arzt­praxen sind außerdem sind 18 Krankenhäuser des Gesundheitskonzerns Agaplesion und das Universitätsklinikum Aachen an TK-Safe angeschlossen.

Der Gesetzgeber hat festgeschrieben, dass Krankenkassen ihren Versicherten ab 2021 eine elektronische Patientenakte anbieten müssen. Die elektronischen Gesund­heitsakten der Krankenkassen wie TK-Safe und die digitale Patientenakte des Bundes werden laut der TK dann „in ein Konzept gegossen“. „Wir freuen uns, dass Dynamik in das Thema gekommen ist und die Aktenlösungen nun endlich standardisiert werden. Das bedeutet, dass sich Daten in Zukunft in einheitlichen Formaten befinden und leichter vernetzt werden können. Wir sind mit TK-Safe bereit für 2021“, so Baas. © hil/aerzteblatt.de

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