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Politik

Organisationen aus Gesundheitsbereich warnen vor Angstmache durch AfD vor Europawahl

Montag, 20. Mai 2019

/dpa

Berlin – Mehr als 50 Organisationen, Menschenrechtsinitiativen und Experten aus dem Gesundheitsbereich haben vor einer gezielten Angstmache durch die AfD vor der Europa­wahl gewarnt.

Mit ihrem behaupteten Zusammenhang von Zuwanderung und Gesundheits­gefähr­dun­­gen durch übertragbare Krankheiten befeuere die AfD Vorurteile, schüre diffuse Ängste und ziele auf eine Spaltung der Gesellschaft, heißt es in der heute in Berlin veröffentlichten Stellungnahme.

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Hintergrund ist demnach die Forderung der Partei in ihrem Europawahlprogramm nach personalisierten Informationen zu meldepflichtigen Infektionskrankheiten und Unter­suchungs­ergebnissen für alle anerkannten Migranten, die auf einem „biome­tri­schen Gesundheitspass“ dokumentiert werden sollen.

„Der Missbrauch gesundheitlicher Themen und Metaphern hat in Deutschland eine schlimme, düstere Tradition“, warnte Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbands. Die von der AfD propagierte Forderung ziele „auf Misstrauen und Menschenfeindlichkeit und ist deshalb zutiefst besorgniserregend“.

Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten und teils monate- oder jahrelanger Flucht­geschichte seien gefährdet, nicht „gefährlich“, heißt es weiter in der Stellungnahme der Organisationen. Für die Migranten in Deutschland seien vielmehr „Diskriminierung, Rassismus und strukturelle Hürden im Gesundheitssystem zusätzliche Gesundheits­gefährdungen“.

Zu den Unterstützern des Appells gehören neben dem Paritätischen Gesamtverband unter anderem Flüchtlings- und Menschenrechtsinitiativen, die anonym und kostenlos medizi­nische Hilfe für Geflüchtete vermitteln, sowie der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdiensts und zahlreiche Wissenschaftler und Mediziner. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #550935
Dr. med. Armin Conradt
am Samstag, 25. Mai 2019, 11:42

unlogisch

Ihre Argumentation ist unlogisch.
Der interessierte Leser wird die beiden Fehler finden.
Ich beende damit meine Diskussion.
Avatar #103488
KuhnJ
am Mittwoch, 22. Mai 2019, 19:55

Tatsachen statt Ansichten

Nach Ihrer Logik müsste man alle Urlauber, die nach Deutschland zurückkommen, auf alle möglichen Infektionen untersuchen, denn wenn "nur ein Ebola-Patient oder nur ein Typhuserkrankter erkannt wird, schützt das andere vor Ansteckung. Und das ist jede (auch) statistische Arbeit wert in unserem reichen Land."

Auf die relevanten Erkrankungen werden die Flüchtlinge übrigens untersucht. Dass es keinen Sinn macht, einen syrischen Bürgerkriegsflüchtling auf Ebola zu untersuchen, könnte allerdings auch Ihnen einleuchten.

Und dass es den Plan zur Privatisierung der Unfallversicherung und der Arbeitslosenversicherung gab, räumen Sie also wenigstens ein. Mehr hatte ich nicht behauptet. Was soll daran also "Fake news" sein? Dass die AfD das dann nicht ins Programm geschrieben hat, zeigt nur, dass sie Angst davor hatte, die Arbeiter und Arbeitslosen unter ihren Anhängern durch die neoliberalen Eliten in der Parteiführung zu verprellen. Die hocken nicht zufällig in der Hayek-Gesellschaft herum.
Avatar #550935
Dr. med. Armin Conradt
am Mittwoch, 22. Mai 2019, 19:15

Ansichtssache

"es bringt nichts, mit großem Aufwand alle Flüchtlinge auf alles zu untersuchen." so Ihr Zitat, Herr Kuhn.
Nach meiner persönlichen Meinung bringt es schon etwas, denn Statistiken sind, wenn sie "interessegeleitet" sind, wenig hilfreich.
Ich halte die Einstellung der statistischen Auswertung von Infektionserkrankungen von Flüchtlingen des RKI für fahrlässig. Das mag jeder sehen, wie er will. Verpflichtende Untersuchungen auf Infektioese Erkrankungen unter Neuankömmlingen in Übergangszentren halte ich für medizinisch unabdingbar. Wenn nur ein Ebola-Patient oder nur ein Typhuserkrankter erkannt wird, schützt das andere vor Ansteckung. Und das ist jede (auch) statistische Arbeit wert in unserem reichen Land.
Was die Gesundheitspolitik der AFD betrifft, soll sich jeder selbst seine Meinung bilden.
Auch hier hilft der Gebrauch des eigenen Hirns. Nach meiner Internet Recherche ist die Abschaffung der gesetzlichen Unfallversicherung ein Antrag von 2016 unter Frauke Petri gewesen und nie Programm geworden, obwohl man sicher über Kosten, Effizienz und heutige Notwendigkeit der GUV diskutieren sollte.
Ich will hier der AFD nicht zur Seite stehen, aber Fake news gegen die AFD sind "Angstmache gegen die AFD" und beleidigen den Intellekt eines jeden - genau wie die "Vogel-Strauss-Haltung" unserer Regierenden*innen in vielerlei Feldern.
Avatar #103488
KuhnJ
am Dienstag, 21. Mai 2019, 18:56

Überbringer der falschen Nachricht

Das RKI hat Daten vorgelegt, auch das LGL in Bayern (https://www.eurosurveillance.org/content/10.2807/1560-7917.ES.2018.23.10.17-00176). Ergebnis: Da droht nicht die Verseuchung des "deutschen Volkskörpers" und es bringt nichts, mit großem Aufwand alle Flüchtlinge auf alles zu untersuchen.

Die Gesundheitspolitik der AfD ist eben rundum Murks, das war schon mit der Forderung nach Abschaffung der gesetzlichen Unfallversicherung im Entwurf des Parteiprogramms absehbar und das hat sich bis heute nicht geändert.
Avatar #550935
Dr. med. Armin Conradt
am Dienstag, 21. Mai 2019, 13:19

Nicht die AfD...

... ist hier der Übeltäter, sondern lediglich der Überbringer der - eigentlich offensichtlichen- schlechten Nachrichten.

Das RKI hat den Auftrag, Infektionen und ihre Ursache (Träger) zu erfassen.
Diesem Auftrag kommt sie (auf politischen Druck) nicht ausreichend nach.
Obwohl die Datenlage unzureichend und die absoluten Infektionszahlen nicht bekannt sind, kommt das RKI zum "Ergebnis", dass keine Gefahr für die Bevölkerung durch die Zuwanderung von infektiös Erkrankten besteht.
Die Statistiken lassen vermissen: HIV, Läuse, Krätze, Protozoen, u. v. a. m.
Ausserdem Herkunftsländer: Libyen, Tschad, Marokko, Algerien, Sudan, Somalia, uvam.

Fraglich ist auch, ob wirklich alle Infektionen gemeldet werden. (PC?)
Und, ich zitiere:
Die Bewertung des Auftretens von meldepflichtigen Infektionskrankheiten bei Asylsuchenden
in Deutschland wird durch folgende Aspekte erschwert:
Gesundheitsämter können die zusätzlichen Angaben bei Asylsuchenden nur übermitteln,
wenn ihnen diese durch die Meldung oder durch eigene Ermittlungen vorliegen. Dadurch wird
eine nicht quantifizierbare Zahl von Fällen nicht als Asylsuchende identifiziert. Des Weiteren
sind nicht alle Angaben vollständig (z.B. Angaben zum Geburtsland)

Weiterhin kritisch zu sehen ist die Tatsache, daß das RKI "die statistische Erfassung zum 1.1.2018 einstellt.
Hier ist der politische Druck offensichtlich.
Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf.
Avatar #103488
KuhnJ
am Dienstag, 21. Mai 2019, 08:10

Die Tatsachen

Die Tatsachen: "Das RKI sieht derzeit weiterhin keine erhöhte Infektionsgefährdung der Allgemeinbevölkerung durch Asylsuchende. Die Datenerhebung wurde zum 01.01.2018 eingestellt."

(https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GesundAZ/Content/A/Asylsuchende/Inhalt/meldepflichtige_Infektionskrankheiten_bei_Asylsuchenden.pdf?__blob=publicationFile)

Avatar #563560
Usaeule
am Dienstag, 21. Mai 2019, 07:33

Zuwanderung

Stimme Kollegen Conradt voll zu!
Die Vogel-Strauß-Haltung der Politik und der Verbände ist der Sache nicht dienlich - das Erkrankungen wie Krätze, Tbc und auch Infektionskrankheiten (Masern) wieder ansteigen, ist bekannt. Das hat also mit Panikmache nichts zu tun!
Hören wir doch mit der PC auf und bleiben bei den Tatsachen !
Avatar #103488
KuhnJ
am Montag, 20. Mai 2019, 23:04

Der Vogel Strauß AfD

Die AfD "erkennt" gar nichts, weil sie die Daten nicht zur Kenntnis nimmt, sie will das auch nicht, sie will Ängste schüren. Das RKI "sperrt" auch keine Daten, es macht nur keine Sonderauswertungen mehr, weil es sich nicht lohnt. Und selbstverständlich dient die Gesundheitsuntersuchung der Flüchtlinge allen. Darum geht es nicht.
Avatar #550935
Dr. med. Armin Conradt
am Montag, 20. Mai 2019, 20:17

Eine Vogel-Strauss-Haltung...

... gerade auch von honorigen Vereinigungen ist in der aktuellen Lage Deutschlands nicht hilfreich.
Seit 2015 sind 1.500.000 Millionen Menschen aus Kriegsgebieten und sozialen Elendsgebieten Afrikas nach Deutschland eingewandert. Selbstverständlich ist der Gesundheitszustand dieser Menschen zum Teil schlecht und ebenso selbstverständlich leiden Menschen dieser Gruppe auch unter - hoch - ansteckenden Infektionserkrankungen. Da hilft es nicht, dass das RKI die online-Informationen über migrationsbedingte Infektionserkrankungen für die Öffentlichkeit sperrt.

Die Alternative für Deutschland ist die einzige Partei, die die Problematik der Infektionseinschleppung durch Migration erkennt und anspricht. Wer das EU-WahlProgramm gelesen hat, weiß, dass die verpflichtende Gesundheitsuntersuchung von Flüchtlingen zuerst der Heilung der Menschen dient und dann selbstverständlich auch dem Schutz der Menschen, "die schon länger in Europa leben".
Weshalb man hier die "Nazikeule" austeilt, erschließt sich mir nicht. Verantwortungsvolles Verhalten der öffentlich bezahlten Ärzte und Wohlfahrtsverbände sieht anders aus.
LNS

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