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Ausland

WHO sieht Fortschritte bei der weltweiten Gesund­heitsversorgung

Montag, 20. Mai 2019

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus /dpa

Genf – Tedros Adhanom Ghebreyesus, Direktor der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO), hat die Anstrengungen mehrerer Länder gelobt, der Bevölkerung eine be­zahl­bare Gesundheitsversorgung zu ermögli­chen. Zum Auftakt der 72. WHO-Jahresver­samm­lung in Genf nannte er heute als Beispiele Kenia, Indien, Südafrika, Ägypten, El Salvador, Griechenland und die Philippinen. „Die Welt hat große Fortschritte mit Blick auf eine allgemeine Gesundheitsversorgung ge­macht“, erklärte Ghebreyesus.

Allerdings fehlten weltweit rund 18 Millionen Fachkräfte im Gesundheitswesen, um die gesteckten Ziele bis 2030 zu erreichen. „Es ist unerlässlich, dass alle Länder in ent­sprechende Arbeitsplätze investieren, um diese Lücke zu schließen und Gesundheit für alle zu gewährleisten.“

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Nach WHO-Angaben hat weiterhin mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung von rund 7,7 Milliarden Menschen keinen Zugang zu einer grundlegenden Gesundheitsversor­gung. Rund 100 Millionen Menschen rutschten zudem jährlich in die Armut ab, weil Gesund­heits­ausgaben ihre Möglichkeiten überstiegen.

Deutschland kündigte auf der Konferenz weitere zehn Millionen Dollar Soforthilfe an die WHO zur Bekämpfung des aktuellen Ebola-Ausbruches im Kongo an. „Es kommt darauf an, dass den Menschen vor Ort schnell geholfen wird und die Krankheit sich nicht weiter ausbreitet. Wir tun das aus internationaler Verantwortung. Aber auch aus Selbstschutz. Denn die Epidemie macht nicht an Grenzen halt“, sagte Bundesgesund­heitsminister Jens Spahn (CDU).

Die WHO hatte am vergangenen Freitag wegen anhaltender Angriffe von Milizen auf Helfer und Behandlungszentren vor einer Ausbreitung der Ebola-Epidemie im Osten des Kongos gewarnt. Auf der bis zum 28. Mai laufenden WHO-Jahresversammlung soll erstmals seit 30 Jahren der weltweit gültige Katalog der Gesundheitsstörungen grundlegend neu gefasst werden.

Auch zwanghaftes Sexualverhalten und Video- oder Online-Spielsucht sollen künftig dazu gehören. Der Katalog, der von den Delegierten aus rund 190 Ländern in Genf beschlossen werden wird, beinhaltet etwa 55 000 Krankheiten, Symptome und Verletzungsursachen. © dpa/aerzteblatt.de

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