NewsAuslandWHO sieht Fortschritte bei der weltweiten Gesund­heitsversorgung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

WHO sieht Fortschritte bei der weltweiten Gesund­heitsversorgung

Montag, 20. Mai 2019

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus /dpa

Genf – Tedros Adhanom Ghebreyesus, Direktor der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO), hat die Anstrengungen mehrerer Länder gelobt, der Bevölkerung eine be­zahl­bare Gesundheitsversorgung zu ermögli­chen. Zum Auftakt der 72. WHO-Jahresver­samm­lung in Genf nannte er heute als Beispiele Kenia, Indien, Südafrika, Ägypten, El Salvador, Griechenland und die Philippinen. „Die Welt hat große Fortschritte mit Blick auf eine allgemeine Gesundheitsversorgung ge­macht“, erklärte Ghebreyesus.

Allerdings fehlten weltweit rund 18 Millionen Fachkräfte im Gesundheitswesen, um die gesteckten Ziele bis 2030 zu erreichen. „Es ist unerlässlich, dass alle Länder in ent­sprechende Arbeitsplätze investieren, um diese Lücke zu schließen und Gesundheit für alle zu gewährleisten.“

Anzeige

Nach WHO-Angaben hat weiterhin mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung von rund 7,7 Milliarden Menschen keinen Zugang zu einer grundlegenden Gesundheitsversor­gung. Rund 100 Millionen Menschen rutschten zudem jährlich in die Armut ab, weil Gesund­heits­ausgaben ihre Möglichkeiten überstiegen.

Deutschland kündigte auf der Konferenz weitere zehn Millionen Dollar Soforthilfe an die WHO zur Bekämpfung des aktuellen Ebola-Ausbruches im Kongo an. „Es kommt darauf an, dass den Menschen vor Ort schnell geholfen wird und die Krankheit sich nicht weiter ausbreitet. Wir tun das aus internationaler Verantwortung. Aber auch aus Selbstschutz. Denn die Epidemie macht nicht an Grenzen halt“, sagte Bundesgesund­heitsminister Jens Spahn (CDU).

Die WHO hatte am vergangenen Freitag wegen anhaltender Angriffe von Milizen auf Helfer und Behandlungszentren vor einer Ausbreitung der Ebola-Epidemie im Osten des Kongos gewarnt. Auf der bis zum 28. Mai laufenden WHO-Jahresversammlung soll erstmals seit 30 Jahren der weltweit gültige Katalog der Gesundheitsstörungen grundlegend neu gefasst werden.

Auch zwanghaftes Sexualverhalten und Video- oder Online-Spielsucht sollen künftig dazu gehören. Der Katalog, der von den Delegierten aus rund 190 Ländern in Genf beschlossen werden wird, beinhaltet etwa 55 000 Krankheiten, Symptome und Verletzungsursachen. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. Juni 2019
Genf – Die Antibiotikaresistenz weltweit nimmt nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) alarmierende Ausmaße an. „Die Antibiotikaresistenz droht, 100 Jahre medizinischen Fortschritts
WHO stuft Antibiotika wegen Resistenzen neu ein
18. Juni 2019
Seattle – Das Depot-Kontrazeptivum DMPA-IM, das als „Dreimonatsspritze“ in Regionen Afrikas mit einer hohen HIV-Prävalenz von vielen Frauen bevorzugt wird, hat in einer randomisierten kontrollierten
Kein erhöhtes HIV-Risiko durch Depot-Kontrazeptiva
16. Mai 2019
Genf – Zwanghaftes Sexualverhalten und Video- oder Online-Spielsucht werden künftig als Diagnosen in der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-11) aufgeführt. Diese verabschieden die
Zwanghaftes Sexualverhalten und Videospielsucht als neue Krankheiten
16. April 2019
Genf – Die Zahl der Masernfälle ist weltweit drastisch gestiegen. Sie vervierfachte sich im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie die Welt­gesund­heits­organi­sation WHO gestern
Zahl der Masernfälle weltweit hat sich vervierfacht
27. März 2019
Praia – In Kap Verde hat gestern das zweite Afrika-Forum der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) begonnen. In dem nordwestafrikanischen Inselstaat sind mehr als 750 Minister, Fachleute und Vertreter der
Afrika-Forum diskutiert über medizinische Versorgung
20. März 2019
Genf – Ein von der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) eingesetztes Expertengremium zum Genom-Editing hat gestern in Genf Handlungsempfehlungen für die Forschung beim Menschen verabschiedet. Unter
WHO: Forschungsregister für Genom-Editing soll für Transparenz sorgen
12. Februar 2019
Berlin – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) empfiehlt den Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen eine Neuklassifizierung von Cannabis, die insbesondere die medizinische Nutzung von Cannabis
LNS
NEWSLETTER