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Medizin

Teenager mit ADHS häufiger an Autounfällen beteiligt

Dienstag, 21. Mai 2019

/lightpoet, stock.adobe.com

Philadelphia – Jugendliche mit der Aufmerksamkeits-Defizit- Hyperaktivitäts-Störung ADHS haben in den ersten Jahren als Autofahrer ein erhöhtes Unfallrisiko. Eine häufige Ursache ist nach einer Studie in Pediatrics (2019; doi: 10.1542/peds.2018-2305) das Fahren unter Alkoholeinfluss und die Missachtung von Verkehrsregeln.

Die hohen Anforderungen an die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr und die Notwendigkeit zum defensiven Fahren kann Teenagern mit ADHS krankheitsbedingt Schwierigkeiten bereiten. Auf die möglichen Folgen macht eine Untersuchung von Allison Curry und Mitarbeitern vom Children’s Hospital of Philadelphia aufmerksam, die die Patientendaten eines Kliniknetzwerks mit den Polizeiregistern von Pennsylvania abgeglichen haben. In dem US-Staat dürfen Teenager bereits ab 16 Jahren in Begleitung und ein halbes Jahr später mit einem Junior-Führerschein tagsüber auch allein einen PKW steuern.

Ergebnis: AHDS-Patienten waren im ersten Monat nach Erhalt des Führerscheins zu 62 % häufiger an einem Verkehrsunfall beteiligt als Gleichaltrige ohne ADHS. Das Risiko blieb in den ersten 4 Jahren des Führerscheinbesitzes um 37 % erhöht und zwar unabhängig von dem Alter, in dem sie die Fahrlizenz erhalten hatten.

Die ADHS-Patienten waren in den ersten 4 Jahren häufiger Schuld an dem Unfall, sie waren dabei häufiger mit anderen Personen unterwegs und sie fuhren häufiger unter Alkoholeinfluss – letzteres zu 109 % häufiger als Fahrer ohne ADHS.

Auch Verstöße gegen Verkehrsregeln waren häufiger: Insgesamt 37 % der ADHS-Patienten kassierten im ersten Jahr ein Ticket, weil sie Verkehrsschilder missachtet hatten, verglichen mit 25 % der übrigen Jugendlichen. Insgesamt 25 % wurden wegen Geschwindigkeits­überschreitung, Nichtverwendung von Sicherheitsgurten oder der Verwendung elektronischer Geräte geahndet gegenüber 18 % unter den anderen Jugendlichen. Mit Alkohol oder Drogen am Steuer wurden sie im ersten Jahr 3,5-fach häufiger und im gesamten 4-Jahreszeitraum 1,5-fach häufiger erwischt. © rme/aerzteblatt.de

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Avatar #749369
Ambush
am Dienstag, 21. Mai 2019, 16:01

Volkswirtschaftliche Kosten von ADHS

ADHS ist bei einer Häufigkeit oder Prävalenz von in Wahrheit 8% bis 10% (und nicht 3% , wie immer in Studien mit fragwürdiger Methodik und unplausiblen diagnostischen Messmethoden - dass in Prävalenzstudien zu ADHS immer ein Geschlechterverhältnis Jungen zu Mädchen ca. 3:1 erhoben wird, bei erwachsenen ADHS-Betroffenen dann aber ein Geschlechterverhältnis von um die 1:1 in Prävalenzstudien erhoben wird, stellt die Methodik und die Ergebnisse dieser Prävalenzstudien insgesamt in Frage https://www.refinery29.com/de-de/2017/04/151067/mein-recht-auf-adhs ) als volkswirtschaftlicher Kostenfaktor nicht nur bezüglich Verkehrsunfällen auf Straße und anderswo nicht zu unterschätzen:
zu den Folgeerkrankungen bzw. gesellschaftlichen Kosten und volkswirtschaftlichen Kosten , die mit ADHS einhergehen:

ADHS laut Kennern in der Versicherungsbranche die teuerste Krankheit bzw. Konstitution überhaupt
Allein schon wegen der hohen Quantität aber auch im Verbindung mit den hohen volkswirtschaftliche Kosten durch das jeweilige Individuum... so etwa der ungesunde Lebensstil: https://de-de.facebook.com/Aufmerksam.f ... __tn__=K-R aber auch die häufigen Unfälle im Kindes- aber auch Erwachsenenalter (dass ich selbst nicht vor dem 10. Lebensjahr gestorben bin bzw. schwerst verletzt wurde, war reines Glück) plus z.B. auch die hohe Raten an Teenager-Schwangerschaften bei ADHS : Häufig beobachtet ist ein früherer Beginn sexueller Aktivität im durchschnittlichen Alter von 15 bis 16 Jahren bei beiden betroffenen Geschlechtern. Studien von Barkley und Murphy weisen zudem auf dreimal häufiger wechselnde Sexualpartner (Promiskuität) hin.[10]
Eine auffallend hohe Rate an unerwünschten Schwangerschaften wurde unter den weiblichen ADHS-Betroffenen festgestellt (38 % versus 4 %). Da gemäß der Studie Verhütungsmaßnahmen gehäuft mangelhaft waren, leiten die Autoren für ADHS-Betroffene zudem ein viermal höheres Risiko für sexuell übertragbare Krankheiten ab.[11] Aus einer Rostocker Untersuchung aus dem Jahr 2003 geht hervor, dass mehr als die Hälfte der Kinder unter 18-jähriger Mütter mit einer ADHS-Diagnose nach ICD-10 geführt wurden, von den Kindern der unter 20-jährigen Mütter etwa 50 %.[11] ausführlich nachlesbar hier: https://www.adhspedia.de/wiki/Sexualität und last but not least ADHS in der JVA : https://www.adhspedia.de/wiki/Kriminalität_und_ADHS dazu ein kurzer Auszug aus dem Link: "ADHS und Strafvollzug
Expertenschätzungen gehen von einer ADHS-Quote von 30 % - 50 % in deutschen Jugendstrafanstalten und bis zu 30 % unter den erwachsenen Inhaftierten aus.[11] Studien zeigen, dass sich inhaftierte mit ADHS im Vollzug häufig negativer entwickeln und häufiger rückfällig werden[12]. Eine Behandlung in Gefangenschaft gestaltet sich diffizil, eine abgesicherte Diagnostik ist schwierig durchzuführen. Im Strafvollzug fehlt zudem neben der Möglichkeit einer Durchführung evaluierter Behandlungsprogramme die Unterstützung des sozialen Umfelds. Insgesamt sind die Resozialisierungsmaßnahmen für ADHS-Betroffene in der Praxis momentan magelhaft, sodass die Entwicklungsprognose für die Betroffenen in der Regel negativ ist. "

Die Gesellschaft hat somit ein Interesse , sich der ADHS-Thematik bzw. eben auch -Problematik intensiver zu widmen, volkswirtschaftlich und kulturell bzw. was das Zusammenleben in Deutschland angeht...


Dennoch ist ADHS für die Gesellschaft Fluch und Segen - Risiko und Chance - zugleich: Das Thema Evolution und ADHS fassen folgende Sätze des deutschlandweit führenden Genetikers (und auch einer der weltweit führenden Genetiker) zu ADHS Prof. Klaus-Peter Lesch von der Psychiatrie der Uniklinik Würzburg zusammen:”…Früher vermuteten die Forscher, einige wenige Gene würden ADHS auslösen; doch das trifft, wenn überhaupt, nur auf ganz wenige Familien zu. Für die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung gilt: Vermutlich sind es 500 bis 1000 Gene, die einen – jeweils minimalen – Einfluss auf das Temperament und die Konzentrationsfähigkeit des Menschen haben. Diese sind mithin auch keine Krankheitsgene, vielmehr gehören sie zur natürlichen Ausstattung des Menschen. “ADHS ist ein Extrem einer Persönlichkeitsvariante, das zunächst einmal gar keinen Krankheitswert besitzt”, bestätigt auch Klaus-Peter Lesch. Diese milden Ausprägungsformen von ADHS seien in einem Fünftel der Bevölkerung vorhanden und hätten sich im Laufe der Evolution des Homo sapiens immer wieder als vorteilhaft durchgesetzt. Lesch: “Der hohe Energiepegel, der Enthusiasmus, sich mit einer Sache auseinanderzusetzen, die große Kreativität, die Fähigkeit zum Querdenken und der Gerechtigkeitssinn – all das sind Ressourcen, die für unsere Gesellschaft wichtig sind.” zu finden in dem Artikel des ADHS-Gegners Jörg Blech im Spiegel: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-99311928.html , wie sagte eine bekannte Persönlichkeit, die nichts mit ADHS zu tun hatte: "Entscheidend ist, was hinten raus kommt."
LNS

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