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Politik

CDU in Rheinland-Pfalz vermisst Sofortprogramm für die Pflege

Dienstag, 21. Mai 2019

/dpa

Mainz – Die CDU-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz vermisst ein Sofortprogramm der Landesregierung gegen den Fachkräftemangel in der Pflege. Schon jetzt fehlten mehr als 1.900 Stellen, bis 2025 seien es voraussichtlich mehr als 4.300 und bis 2030 sogar fast 4.950, sagte die Landtagsabgeordnete Hedi Thelen heute in Mainz zum Abschluss einer „Woche der Pflege“ ihrer Partei mit rund 50 Veranstaltungen.

„Der größte Pflegedienst im Land sind die Familien“, heißt es in einem Zehn-Punkte-Forderungspapier. In keinem anderen Bundesland seien die Hürden so hoch, Betreu­ungs- und Entlastungsleistungen in Höhe von 125 Euro pro Monat zu bekommen – etwa für Putz- und Einkaufshilfen, kritisierte der Beauftragte für Pflege in der Fraktion, Michael Wäschenbach. „Das Problem des Fachkräftemangels wird bei den Menschen zu Hause abgeliefert“, ergänzte Thelen. Die Eigenanteile, die die Bewohner von Pflegeeinrichtungen zu tragen hätten, seien im Bundesvergleich zudem relativ hoch.

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Die Integration ausländischer Pflegekräfte müsse dringend verbessert werden, ver­langte Wäschenbach. Die Landesregierung solle gemeinsam mit Pflegeeinrichtungen zudem die Dokumentationspflichten entbürokratisieren und Chancen der automati­sier­ten Dokumentation und der künstlichen Intelligenz an einem digitalen Pflegebett nutzen.

Der Fraktionsvorsitzende und CDU-Bundesvorstandsmitglied Christian Baldauf sprach sich für die Einführung eines sozialen Pflichtjahres in Deutschland aus. Junge Men­schen müssten auch an den Schulen stärker für den Dienst an der Gesellschaft und den Einsatz für Menschen sensibilisiert werden. Dabei gehe es auch um die Wert­schätzung des Berufs der Pflegekräfte. © dpa/aerzteblatt.de

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