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Politik

Merkel ermutigt zu naturwissen­schaftlichem Studium

Donnerstag, 23. Mai 2019

Bundeskanzlerin Angela Merkel (li.) und Manuela Schwesig (re.), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, lassen sich im Centogene-Labor von Arndt Rolfs (mi.) über die Einrichtung informieren. /dpa

Rostock – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat junge Menschen dazu ermutigt, in naturwissenschaftlichen Fächern wie Biologie, Chemie oder auch Gentechnologie ein Studium aufzunehmen. In solchen Fächern werde das Wissen produziert, das zum Wohle des Menschen eingesetzt werden könne, sagte Merkel heute beim Besuch des Biotechnologieunternehmen Centogene in Rostock.

Die Tatsache, dass 80 Prozent der Mitarbeiter aus anderen Ländern kämen, zeige die Attraktivität der Arbeit in diesen Bereichen. „Es ist atemberaubend, wie sich die Welt voranentwickelt“, sagte die promovierte Physikern nach dem Firmenrundgang.

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Centogene, das nach eigenen Angaben im neuen Firmensitz in Rostock rund 300 Mitarbeiter beschäftigt, ist ein global tätiges Unternehmen für die Frühdiagnose seltener angeborener Erkrankungen, von denen rund 5.000 bekannt seien.

Merkel zeigte sich beeindruckt, wie tief inzwischen das Wissen um die Biologie und Chemie der Erbsubstanz DNA ist. Gleichzeitig bezeichnete sie Centogene als eine „ganz wunderbare Firma“. Mecklenburg-Vorpommern könne stolz darauf sein, deren Firmensitz zu haben. „Aber wir können als Deutsche auch stolz darauf sein, so ein fortschrittliches Unternehmen zu haben.“

Wie Centogene-Chef Arndt Rolfs berichtete, hat sein Unternehmen im vergangenen Jahr das Erbgut von mehr als 120.000 Patienten aus der ganzen Welt analysiert. Da­bei sei die Kombination und richtige Anwendung verschiedener Methoden die Grund­voraussetzung für die hohe Qualität analytischer Verfahren.

„Leider erlaubt das ambulante deutsche Abrechnungssystem nicht, dass alle diese Methoden in Deutschland zur Anwendung kommen“, sagte Rolfs. Deshalb lägen die wichtigen Märkte des Unternehmens vor allem im Mittleren Osten, Lateinamerika, Kanada, Asien und zahlreichen europäischen Ländern. © dpa/aerzteblatt.de

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