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Ärzteschaft

Neuer Bedarfsplanung muss das Geld folgen

Donnerstag, 23. Mai 2019

/dpa

Weimar – Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Thürin­gen hat sich vor dem Hintergrund der neuen Bedarfsplanungsrichtlinie dafür ausge­sprochen, dass nun auch die Mittel für die neu zu schaffenden Arzt- und Psychothera­peutensitze bereit gestellt wird.

„Der Gesetzgeber hat es leider versäumt, hierfür eine Finanzierungsregelung ins Ge­setz zu schreiben“, heißt es in einer Resolution der VV. Nun drohe die Gefahr, dass zusätzliche Ärzte aus dem bestehenden Budget finanziert werden müssten, was zu Lasten der bestehenden übrigen Ärzte und Psychotherapeuten gehe.

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Darüber hinaus moniert die VV, dass die Richtlinie allein noch keine neuen Ärzte für Thüringen schafft. „Deshalb fordern wir das Land erneut auf, in Jena zusätzliche Medi­zinstudienplätze zu schaffen“, heißt es

Auch müssten Bund, Land und Kommunen sowie die Kassen, Niederlassungen mit eigenen Aktivitäten fördern und Nieder­lassungshemmnisse, wie Bürokratie und Regressandrohungen beseitigen.

Hochrechnungen gehen ab 2020 deutschlandweit von rund 3.500 neuen Arzt- und Psychotherapeutensitze aus. Rund 265 davon könnten voraussichtlich in Thüringen entstehen. © may/EB/aerzteblatt.de

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Dr. med. Armin Conradt
am Montag, 17. Juni 2019, 19:20

Mut- und kopfloses Handeln

Anstatt endlich mutig ein neues zukunftsfähiges GKV System zu schaffen, bei dem jeder Patient sozialverträglich zu seiner Behandlung zuzahlt, dadurch die übermäßige Nachfrage nach Arztbehandlungen nachlässt und der relative Arzt Angel beseitigt wird, denken Politik, Kassen und KBV über weitere planwirtschaftliche Schritte nach, die nur eines bedeuten: Weitere Mangelverwaltung, Ausbeutung der Gesundheitsberufe und Nullbock-Mentalität.
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