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Ärzteschaft

KV Saarland betont Bedeutung der Kommunen beim Kampf gegen den Ärztemangel

Donnerstag, 23. Mai 2019

/dpa

Saarbrücken – Förderprogramme alleine genügen nicht, um mehr Mediziner zur Nie­der­lassung in ländlichen Regionen zu bewegen. Das geht aus dem neuen Versor­gungs­­bericht 2019 der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Saarland hervor. „Diese Aufgabe kann nur in Zusammenarbeit mit anderen Akteuren der Gesundheits­ver­sor­gung, unter anderem auch den saarländischen Kommunen und Landkreisen, erfolg­reich gelöst werden“, teilte die KV bei der Vorstellung des Berichts mit.

„Um die Attraktivität der saarländischen Kommunen zu steigern, wird es erforderlich werden, in den einzelnen Landkreisen die vorhandenen Ressourcen zu bündeln“, schreiben die Autoren im Report. Die KV fordert daher eine Analyse, welche Einrich­tungen wie Ärzte, Apotheken, Post, Bank, Freizeiteinrichtungen und andere vorhan­den und wie diese im Kern eines jeweiligen Ortes oder einer Stadt zu bündeln seien.

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„So können beispielsweise neue Gebäudekomplexe entstehen, in denen die jewei­li­gen Einrichtungen vereint sind“, heißt es in dem Bericht. Dies ermögliche Synergie­effekte – zum Beispiel könne die Bevölkerung den Arztbesuch mit einem gleichzei­tigen Besuch der Apotheke, von Einkaufsmöglichkeiten oder dem Besuch in einem Café verbinden. Diese Möglichkeit der Nutzung von Synergien könnten Ärzte und Inhaber weiterer Geschäfte oder anderer Einrichtungen veranlassen, sich in der jeweiligen Kommune niederzulassen.

Wichtig seien außerdem die Mobilitätsangebote in den jeweiligen Kommunen – auch diese seien einer Analyse zu unterziehen. Die Autoren des Berichtes empfehlen neben Regelungen für Senioren auch Vergünstigungen für Familien im öffentlichen Nahverkehr. „Denn gerade junge Familien sollen angesprochen werden, um sich in den jeweiligen Kommunen niederzulassen und somit den Wirtschaftsstandort zu erhalten und zu fördern und die Landflucht zu stoppen“, heißt es im Bericht.

Die Sozialpolitik sollte zudem im Hinblick auf eine bessere und günstigere Kinderbe­treuung optimiert werden. Das Saarland unterliegt einem regionalen Wettbewerb mit Rheinland-Pfalz, wo die Kindergartenbetreuung von Kindern ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr bis zum Schuleintritt beitragsfrei sei. „Somit könnten sich Medizi­ner und Familien bei der Wahl für eine Niederlassung gegen das Saarland entschei­den“, warnen die Autoren des Berichts. 

Laut dem Versorgungsbericht liegt das Durchschnittsalter der Hausärzte im Saarland bei 55,6 Jahren, das der Facharzt bei 55,1 Jahren. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #88767
fjmvw
am Donnerstag, 23. Mai 2019, 22:19

KV Saarand ist offensichtlich völlig gaga!

Man bekommt nicht ausreichend Ärzte, das ist das Ausgangsproblem. Alle bisherigen Maßnahmen, die Förderprogramme, haben nichts gebracht. Jetzt sollen die Kommunen ran.

Und dann das:
- Vergünstigungen für Familien im ÖPNV sowie eine
- beitragsfreie Kindergartenbetreuung
sind nach Ansicht der KV Saarland geeignete Maßnahmen, um ärztlichen Nachwuchs ins Saarland zu holen. Wie bescheuert kann man sein, um solch einen Unfug zu äußern?

Es gibt eine völlig einfache Lösung:
Bezahlt angemessen, dann gibt es ausreichend Ärzte.
Bezahlt weiterhin zu wenig und der Ärztemangel wird euch um die Ohren fliegen.

So einfach ist das Leben - falls man die Augen aufmacht.
LNS

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