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Ausland

Weltgesundheits­versammlung drängt auf medizinische Grundversorgung in allen Ländern

Donnerstag, 23. Mai 2019

/BillionPhotos.com, stockadobecom

Genf – Die Delegierten der Weltgesundheitsversammlung in Genf haben drei Reso­lutionen verabschiedet, um das Konzept der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ein Universal Health Coverage (UHC) mehr Nachdruck zu verleihen.

Die erste Resolution verpflichtet die Mitgliedstaaten, Maßnahmen zur Umsetzung der Erklärung von Astana zu ergreifen. Diese Erklärung ruft die Länder dazu auf, sicherzu­stellen, das gesamte Spektrum der Grundversorgung bereitzustellen, sei es bei der Prävention, der Behandlung von Krankheiten, der Rehabilitation oder der Palliativ­medizin.

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In der Entschließung wird das WHO-Sekretariat auch aufgefordert, die Mitgliedstaaten in diesem Bereich verstärkt zu unterstützen und Ressourcen in den Ländern zu mobi­lisieren, um eine starke und nachhaltige medizinische Grundversorgung aufzubauen.

In der zweiten Resolution mahnen die WHO-Delegierten Länder und Partner an, ange­messene Ressourcen für Gesundheitspersonal bereitzustellen und zur Unterstützung der Gesundheitspolitik und des Gesundheitssystems die entsprechende Leitlinie der WHO zu nutzen.

„Das regionale Gesundheitspersonal spielt eine Schlüsselrolle bei der Bereitstellung der medizinischen Grundversorgung – sie sprechen die Landessprache und haben das Vertrauen der lokalen Bevölkerung“, so die Delegierten.

Das Personal müsse gut ausgebildet, wirksam überwacht und für ihre Arbeit als Teil multidisziplinärer Teams angemessen anerkannt werden. Investitionen in Gemeinde­gesundheitsfachkräfte schafften wichtige Beschäftigungsmöglichkeiten, insbesondere für Frauen, betonten die Delegierten.

Die von den Delegierten gebilligte dritte Resolution unterstützt die Vorbereitung der Generalversammlung der Vereinten Nationen über die allgemeine Gesundheitsversor­gung im September 2019. In der Entschließung werden die Mitgliedstaaten aufgefor­dert, die Fortschritte bei der allgemeinen Gesundheitsversorgung zu beschleunigen, wobei der Schwerpunkt auf armen, gefährdeten und marginalisierten Einzelpersonen und Gruppen liegen müsse.

Die Weltgesundheitsversammlung ist das höchste Entscheidungsorgan der WHO. Sie findet in diesem Jahr vom 20. bis 28. Mai in Genf statt. © hil/aerzteblatt.de

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