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Ärzteschaft

Vertrag zur multimodalen Schmerztherapie erarbeitet

Freitag, 24. Mai 2019

/fizkes, stockadobecom

Berlin – In der ambulanten Versorgung gibt es eine neue Vereinbarung zur multi­modalen Behandlung von chronischen Schmerzpatienten. Den Vertrag haben die Kassen­ärztliche Bundesvereinigung (KBV), die Kassenärztliche Vereini­gungen und der Berufsverband der Ärzte und Psycho­lo­gischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland (BVSD) erarbeitet.

Die Vereinbarung solle die Ver­sorgungsqualität im Bereich chronischer Schmer­zen durch die Vernetzung und den Aufbau interdisziplinärer Teams – Schmerzärzte, Psy­cho­therapeuten, Physiotherapeu­ten, Pain Nurses – für eine ambulante multimo­dale Schmerztherapie optimieren, hieß es heute vom BVSD.

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Mit dem Vertragsent­wurf könne ein komplett abgestuftes schmerzmedizinisches Ver­sorgungsangebot realisiert werden, sagte der BVSD-Vorsitzende Joachim Nadstawek im Rahmen des heutigen zehnten BVSD-Kongresses in Berlin.

Damit wäre die Abbildung einer ambulanten multimodalen Schmerztherapie in der Architektur der gesetzlichen Krankenversicherung erstmals möglich: Ausgehend von der Basisversorgung durch Haus- sowie Fachärzte über die Versor­gungsebene nach der Qualitätssicherungsvereinbarung zur schmerztherapeutischen Versorgung chro­nisch schmerzkranker Patienten bis zur neu hinzukom­menden ambu­lanten multimo­dalen Komplexbehandlung im Team nach dem KBV-Konzept. Der voll- und teilstatio­näre Sektor sowie der Rehabereich vervollständigten die schmerzmedizi­nischen Ver­sor­gungsebenen, sagte Nadstawek.

Er betonte, die Vereinbarung zwischen BVSD, KBV und KVen käme passend zur Ent­scheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) für ein Disease-Manage­ment-Programm (DMP) Rücken.

Darin fordere der G-BA eine multimodale schmerz­medi­zinische Versorgung explizit ein, so der BVSD. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Jetzt ist die gemein­sa­me Selbstverwaltung im Gesundheitswesen aufgeru­fen, das Konzept im Sinne einer spezialisierten ambulanten Schmerzversorgung zu realisieren“, so Nadstawek.

Dem BVSD zufolge sind in Deutschland mehr als zwölf Millionen Menschen – das entspricht etwa 17 Prozent der Bevölkerung – von langanhaltenden, chronischen Schmerzen betroffen. Davon würden 3,4 Millionen Patienten an schweren chronischen Schmerzen leiden. © may/aerzteblatt.de

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