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Politik

Bereitschaft zur Organspende lässt nach

Freitag, 24. Mai 2019

/dpa

Berlin – Die Bereitschaft der Deutschen zur Organspende lässt einer Umfrage zufolge nach. Waren 2018 noch 56 Prozent grundsätzlich dazu bereit, sind es derzeit nur noch 42 Prozent, wie aus einer heute in Berlin veröffentlichten Befragung von rund 1.000 Versicherten der Barmer hervorgeht. Trotz aller Bemühungen gelinge es offensichtlich nicht, nach den vergangenen Organspendeskandalen das Vertrauen zu erneuern.

Wie aus der Umfrage vom März auch hervorgeht, besitzen aktuell 34 Prozent einen Organspendeausweis. 2018 waren dies noch 36 Prozent. Stabil hoch blieb demnach mit 38 Prozent der Anteil der Befragten, die sich durch die Organspendeskandale der Vergangenheit negativ beeinflusst sehen.

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Die Organspendezahlen hatten zuletzt dagegen durchaus Hoffnung gemacht. Nach Jahren des Rückgangs stieg die Zahl der Organspender im vergangenen Jahr erst­mals wieder. 2018 wurden 955 Spender registriert, auch die Zahl der entnommenen Organe erhöhte sich.

Derzeit wird auf politischer Ebene um eine gesetzliche Neuregelung der Organspende gerungen. Es gibt verschiedene Gesetzesinitiativen unter anderem von Bundesge­sund­heits­minister Jens Spahn (CDU) und weiteren Bundestagsabgeordneten, die eine Widerspruchslösung favorisieren. Danach soll jeder als potenzieller Organspender angesehen werden, der nicht ausdrücklich widerspricht. © afp/aerzteblatt.de

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freizeit-20
am Sonntag, 26. Mai 2019, 16:28

Organspenden ohne Zwang

Ich habe einen Organspendeausweis und bin such Blutspender.
Doch sollte die Wiederspruchslösung kommen, werde ich mich gegen die Organspende enrscheiden.
Der Hinterhrund ist einfach ... ich lasse mich nicht bevormunden.
Was soll dann als nächstes kommen? Sollen alle zum Blitspenden verpflichtet werden?
Die Regierung hat andere Möglichkeiten für Organspende ohne Zwang zu werben.
Ebenfalls müssen die Strafen für Organhandel und angehoben weden, zumal dort mit Leben gehandelt wird.
LNS

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