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Deutschland bei Palliativversorgung im europäischen Vergleich auf Rang 15

Montag, 27. Mai 2019

/Tyler Olson, stock.adobe.com

Berlin – In Europa arbeiten im Durchschnitt 0,8 Palliative Dienste für je 100.000 Ein­woh­ner. Hierzulande sind es 1,1 Dienste pro 100.000 Menschen. Das geht aus dem neuen Atlas zur Palliativversorgung der „European Association for Palliative Care“ (EAPC) hervor.

Bezogen auf diesen Betreuungsschlüssel sieht die Vereinigung Deutschland im Europavergleich damit auf Platz 15. Der von der Organisation empfohlene Richtwert, der eine gute Abdeckung gewährleisten würde, liegt bei zwei Diensten pro 100.000 Menschen. Zum Vergleich: Die Schweiz hält laut dem Atlas 1,4 Dienste pro 100.000 Menschen vor, Schweden 1,6, Frankreich 1,0 und Dänemark 0,9.

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„Diese Zahlen bedeuten in der Realität: keine angemessene Betreuung, keine spezia­lisierte Schmerztherapie, wenn es auf das Ende zugeht“, teilte die EAPC jetzt auf ihrem 16. Weltkongress in Berli­n mit.

Der neue Atlas bildet den Bedarf an Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen gesondert ab. In ganz Europa sterben danach jedes Jahr 138.913 Kinder, die pallia­tive Versorgung bräuchten. Um diese zu leisten, sind laut dem Atlas 385 ambulante Dienste, 162 Kliniken und 133 Hospize qualifiziert – verteilt in 38 Ländern.

In Deutschland leben mehr als 40.000 Familien, die ein lebensverkürzend erkranktes Kind haben. „Palliativversorgung von Kindern unterscheidet sich grundlegend von der für Erwachsene“, erklärte Sabine Kraft, Geschäftsführerin des deutschen Bundesver­bands Kinderhospiz.

So betreuten Kinderhospizdienste alle Familienmitglieder, nicht nur das erkrankte Kind. Familien, die ein lebensverkürzend erkranktes Kind haben, könnten ab der Diagnose die Dienste von Kinderhospizeinrichtungen in Anspruch nehmen, unab­hängig davon, ob noch Therapien möglich seien oder nicht. © hil/aerzteblatt.de

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