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Politik

Ersatzkassen schlagen Maßnahmen zur Entlastung von Ärzten vor

Dienstag, 28. Mai 2019

/dpa

Berlin – Der Verband der Ersatzkassen (vdek) hat Maßnahmen vorgeschlagen, um die Mediziner in ihrem Arbeitsalltag zu entlasten. Anlass ist der heutige Auftakt des 122. Deutschen Ärztetages in Münster, der sich unter anderem mit dem Thema „Wenn die Arbeit Ärzte krank macht“ befasst.

„Wenn die Mediziner eine hohe Arbeitsbelastung, Zeitdruck und die Forderung nach einer ‚Rundumverfügbarkeit ärztlicher Leistungen‘ beklagen, muss auch strukturell angesetzt werden“, erklärte die Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Ulrike Elsner.

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Sie nannte dabei unter anderem eine Reform der Notfallversorgung. „Überfüllte Not­aufnah­men belasten Ärzte und Pflegepersonal bundesweit. Die Behandlung von Ba­ga­tell­fällen bindet Personal, das für echte Notfälle benötigt würde“, so Elsner. Die Eck­punkte für eine Reform lägen vor, zum Beispiel mit gemeinsamen Notfallleitstellen von Rettungs- und ärztlichem Bereitschaftsdienst – „jetzt müssen konkrete gesetzgebe­ri­sche Schritte folgen“, so die vdek-Vorsitzende.

Elsner lobte die gesetzgeberischen Schritte zu mehr Digitalisierung im Gesundheits­we­sen, die ebenfalls Ärzte entlasten könne. „Damit der digitale Wandel in der Gesund­heitsversorgung gelingen kann, ist es aber auch erforderlich, dass die Ärzte beim Aus­bau der Telematikinfrastruktur (TI) mitziehen“, forderte sie.

Ein weiterer Punkt sei die Prävention: „Auch Ärzte können im Arzt-Patienten-Kontakt das Thema Prävention ansprechen und damit langfristig zu ihrer Entlastung und der Gesundheit der Versicherten beitragen“, sagte Elsner.

Sie forderte die Ärzte auf, auf unnötige Leistungen zu verzichten und nannte in die­sem Zusammenhang unter ande­rem die individuellen Gesundheitsleistungen. „Der Verzicht auf unnütze Leistungen entlastet die Ärzte, verbessert die Gesundheitsver­sorgung der Versicherten und spart ihnen Geld“, sagte sie.

In diesem Zusammenhang sei auch das Zweitmeinungsverfahren wichtig: „Patienten auf das Zweitmeinungsverfahren hinzuweisen, kann dazu führen, dass nicht unbedingt erforderliche Operationen ausbleiben. Das führt unter anderem auch zu einer Entlas­tung von Operateuren und Anästhesisten“, so Elsner. © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #109757
Loewenherz
am Mittwoch, 29. Mai 2019, 14:14

witziges Kerlchen, das.

Mehr Zeit für Präventionsgespräche (vergütet werden die natürlich nicht) und lieber mehr Zeit für die Patienten nehmen und auf Igel verzichten. Natürlich ohne die Vergütung anzupassen.
Lösung wenn Ärzte zu viel Stress haben: Einfach die Arztpraxis als Ehrenamt betreiben.
LNS
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