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Ärzteschaft

Allergologen wollen längere Weiterbildungszeit für Allergologen

Donnerstag, 30. Mai 2019

/Matthias Stolt, stock.adobe.com

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) hat anlässlich des Deutschen Ärztetages in Münster eine längere Weiterbil­dungszeit für die Zusatzbezeichnung „Allergologie“ gefordert. 

Im Vorjahr hatten die Delegierten des Ärztetages beschlossen, die 18-monatige prak­ti­sche Ausbildungszeit unter Anleitung und Aufsicht für den Erwerb der Zusatzbe­zeich­nung „Allergologie“ zu streichen. Beim diesjährigen Ärztetag ist ein Antrag eingereicht wor­den, der fordert, die Weiter­bildungs­zeit mindestens bei einem Jahr zu belassen.

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„Selbst das ist äußert knapp bemessen. Die Allergologie mit ihren komplexen Krank­heitsbildern und ihrer anspruchsvollen Diagnostik muss im Sinne eines verbesserten Patientenschutzes angemessen vermittelt werden,“ sagte Margitta Worm, DGAKI-Vorstandsmitglied und Leiterin Allergologie und Immunologie der Hautklinik der Charité, Campus Charité Mitte, Universitätsmedizin Berlin.

Die Allergieforschung habe in den vergangenen Jahrzehnten große Fortschritte erzielt, dennoch ist die Versorgungslage allergischer Patienten in Deutschland laut der Fach­gesellschaft defizitär. Die längere Weiterbildungszeit sei daher nötig, damit der Er­kenntniszuwachs des Faches auch bei den Patienten und Ärzten ankomme, so Worm.

In der Weiter­bildungs­ordnung für Ärzte, die den Zusatztitel Allergologie anstreben, sind die Anforderungen und Qualitätsstandards in Deutschland im Vergleich zum europäischen Ausland laut der Fachgesellschaft bereits jetzt niedrig.

„Sollte die im letzten Jahr beschlossene neue Musterweiterbildungsordnung für den Zusatztitel ‚Allergologie’ tatsächlich umgesetzt werden, wäre Deutschland künftig in Bezug auf die Ausbildungsqualität angehender Allergologen Schlusslicht in Europa“, warnte Worm. © hil/aerzteblatt.de

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