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Register zur Uveitis soll Versorgung verbessern

Freitag, 31. Mai 2019

/dpa

Bonn – Ein Register zu einer speziellen Uveitis bauen Ärzte und Wissenschaftler unter Leitung der Universitäts-Augenklinik Bonn auf. „Da es sich um eine sehr seltene Er­kran­kung handelt, fehlen dazu bislang gute Daten und Evidenz“, erklärte Carsten Heinz vom Augenzentrum am St.-Franziskus-Hospital Münster.

In einem Nationalen Register sollen nun die Krankheits- und Therapieverläufe sowie Daten zur Lebensqualität der behandelten Patienten dokumentiert und ausgewertet werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vor­haben in den nächsten fünf Jahren mit 2,7 Millionen Euro. Uveitiszentren in ganz Deutschland beteiligen sich daran und dokumentieren die Krankheits- und Therapie­verläufe sowie Daten zur Lebensqualität der behandelten Patienten.

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„Mit dem Register wächst in den nächsten Jahren eine Basis heran, die hochqualita­tive Daten zur nachweisgestützten Behandlung mit immunmodulierenden Therapien bei nichtinfektiöser Uveitis liefert“, sagte Robert Finger von der Universitäts-Augen­klinik Bonn, der Koordinator des Projektes. Die Wissenschaftler werden das Register auswerten und Berichte zu den wegweisenden Ergebnissen erstellen. 

Das Register wird bereits jetzt von der Stiftung Auge der Deutschen Ophthalmolo­gischen Gesellschaft kofinanziert und soll über den BMBF-Förderzeitraum hinaus fortgeführt werden.

Bei der Uveitis handelt es sich um eine seltene Augenentzündung. Ist insbesondere die Gefäßhaut des hinteren Auges betroffen, kann dies bei bis zur Hälfte der Patienten zu einer deutlichen Verschlechterung des Sehvermögens bis hin zur Erblindung führen. Die meisten Betroffenen sind im erwerbstätigen Alter, weshalb die Erkrankung mit einem erheblichen beruflichen Ausfall oder sogar dauerhaften Einschränkungen verbunden sein kann. © hil/aerzteblatt.de

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