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Ärzteschaft

Lückenlosen Impfschutz in der Bevölkerung verbessern

Freitag, 31. Mai 2019

/dpa

Münster – Der 122. Deutsche Ärztetag hat sich nachdrücklich für Maßnahmen aus­gesprochen, um den möglichst lückenlosen Impfschutz in der Bevölkerung zu ver­bessern. Das betrifft nicht nur den Masernschutz von Kindern, sondern den allgemei­nen Impfschutz von Kindern und Erwachsenen insgesamt.

Die fortschreitende Impfmüdigkeit und die Impfskepsis eines Teils der Bevölkerung stellten erhebliche Risiken für die Verbreitung von Infektionskrankheiten dar. Vor die­sem Hintergrund begrüßten die Abgeordneten in diesem Kontext das geplante Ma­sern­schutzgesetz, wonach jeder Arzt berechtigt sein soll, Schutzimpfungen durchzu­führen. Fachärzte sollen dabei nicht an ihre Gebietsgrenzen gebunden sein.

Grippeschutzimpfungen in Apotheken, wie sie im Gesetzentwurf zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheker vorgesehen sind, werden hingegen abgelehnt, da die Apotheker nicht über die hierfür notwendigen Kompetenzen verfügten, so die Begründung.

Die Krankenkassen werden aufgefordert, zeitnah Verträge über die Schutzimpfungen durch Betriebsärzte und durch Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst abzuschlie­ßen, damit Impfungen beispielsweise auch am Arbeitsplatz und in anderen Lebensbe­reichen möglich sind. Dies eröffne die Chance, auch Personen zu erreichen, die an­sonsten schwer oder gar nicht erreichbar seien, heißt es in dem Vorstandsantrag der Bundesärztekammer, der mit großer Mehrheit angenommen wurde.

Auch Ärzte impfen

Die Abgeordneten sprachen sich in einem weiteren Antrag dafür aus, im Gesundheits­wesen Tätige zu impfen. So sollten alle Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und in der Erziehung in Gemeinschaftseinrichtungen Tätige ihren Impfstatus überprüfen. Ein voll­ständiger Impfstatus sei „Teil und Voraussetzung einer professionellen Berufs­auffass­ung und Ausdruck des dem Tätigkeitsfeld angemessenen Verantwortungs­bewusst­seins“, heißt es darin. Der Gesetzgeber wird zudem aufgefordert, dies durch ent­sprechende Regelungen sicherzustellen.

In einem eigenen Antrag befürworteten die Abgeordneten einstimmig die Forderung der Medizinstudierenden, indizierte Schutzimpfungen für alle Studierenden und Aus­zubildenden im Gesundheitswesen entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission durchzuführen und deren Kosten zu übernehmen.

Der Ärztetag befasste sich auch mit den zuletzt immer häufiger gemeldeten Eng­pässen bei Impfstoffen. Im Hinblick darauf forderten die Abgeordneten die Politik dazu auf, Vorgaben und Regelungen zu schaffen, die die Impfstoffversorgung zu jedem Zeitpunkt sicherstellen, etwa durch den Aufbau einer Impfstoffreserve. © KBr/aerzteblatt.de

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