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Ärzteschaft

Ärztetag: Anstrengung zur Gewinnung von Pflegekräften erhöhen

Freitag, 31. Mai 2019

/dpa

Münster – Die Abgeordneten des 122. Deutschen Ärztetags in Münster haben gefordert, die Anstrengungen zu erhöhen, um Pflegekräfte, die derzeit in anderen Berufen arbeiten, wieder für die Patientenversorgung zu gewinnen. Konkret forderte der Ärztetag eine Ausbildungsoffensive für Pflegekräfte sowie eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Vergütung in der Pflege.

Hintergrund sind die zum Jahresbeginn eingeführten Pflegepersonaluntergrenzen in den Bereichen Intensivmedizin, Kardiologie, Geriatrie und Unfallchirurgie. Zwar sei die Einführung dieser Untergrenzen, mit denen die Patientenversorgung verbessert werden soll, zu begrüßen, erklärten die Abgeordneten. Die bei Nichteinhaltung der Grenzwerte vorgesehenen Sanktionsmechanismen führten derzeit jedoch dazu, dass in versorgungs­sensiblen Bereichen wie den Intensivstationen Betten geschlossen würden. Denn das Pflegepersonal, das zur Einhaltung der Untergrenzen benötigt wird, sei auf dem Markt einfach nicht verfügbar.

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Zudem werde beobachtet, dass ausgebildetes Personal innerhalb der Kliniken in die von den Personaluntergrenzen betroffenen Bereiche verschoben werde und dann an anderer Stelle Versorgungsengpässe mit teils kritischen Zuständen entständen, zum Beispiel bei der Dialyse.

„Kliniken werden aufgrund der aktuellen Gesetzeslage die Anzahl verfügbarer Betten zukünftig nicht am Patientenbedarf, sondern an der Verfügbarkeit des gesetzlich vorgeschriebenen Pflegepersonals ausrichten“, heißt es in dem Beschluss. Deshalb müssten die Anstrengungen erhöht werden, Pflegekräfte für die Versorgung zurückzugewinnen. © fos/aerzteblatt.de

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Avatar #79783
Practicus
am Sonntag, 2. Juni 2019, 00:33

Endlich!

Macht den "Gesundheitspolitikern" aller Couleur endlich einmal klar, dass wir genügend Pflegefachkräfte haben - dass aber die von der Politik zu verantwortenden Bedingungen dazu führen, dass diese Fachkräfte nicht mehr für den Beruf zur Verfügung stehen! Selbst die eigene Gewerkschaft schätzt den Lohnanspruch von angelerntem Security-Personal an Flughäfen um 25% höher als den von ausgebildeten Pflegefachkräften - eine bodenlose Frechheit!
LNS

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