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Ärzteschaft

Ruf nach Vergütung für das Präventionsgespräch

Montag, 3. Juni 2019

/dpa

Münster – Der 122. Deutsche Ärztetag hat den Gesetzgeber aufgefordert, im Rahmen der Überarbeitung des Präventionsgesetzes eine Vergütung des ärztlichen Präventi­ons­gesprächs vorzusehen. Zudem müsse der für ein solches Gespräch festgelegte Zeitrahmen von 27 Minuten erweitert werden. Denn in dieser Zeit sei es den Ärzten nicht möglich, primärpräventive Leistungen wie eine präventionsorientierte Beratung oder das Ausstellen einer Präventionsempfehlung in angemessener Weise zu erbrin­gen.

Zudem kritisierten die Abgeordneten des Ärztetags, dass der Gemeinsame Bundes­ausschuss die Intervalle für Gesundheitsuntersuchungen zwischen dem 18. und 35. Lebensjahr von zwei auf drei Jahre ausgedehnt hat. Diese Streckung widerspreche der intendierten Stärkung der Prävention. Die Abgeordneten forderten eine Rückkehr zum Zwei-Jahres-Intervall.

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Zudem forderte der Ärztetag den Gesetzgeber dazu auf, ein Rauchverbot in Verkehrs­mitteln, insbesondere in Autos, festzulegen, in denen gleichzeitig Kinder und Jugend­liche mitfahren. Die gesundheitliche Belastung von Minderjährigen sei bei der Mitfahrt in einem Auto, in dem geraucht wird, besonders hoch. Hier bedürften die Minderjähri­gen eines besonderen Schutzes.

Darüber hinaus forderten die Abgeordneten die Bundesregierung dazu auf, das Nutri-Score-System zur Kennzeichnung von Lebensmitteln auch in Deutschland einzu­füh­ren, bei dem anhand von fünf Kennzeichnungen der Nährwert der Lebensmittel darge­stellt wird. Das Nutri-Score-System sei eine einfache Kennzeichnung, die es den Ver­brauchern ermögliche, schnell zu erkennen, wie die gesundheitliche Qualität des ein­zelnen Lebensmittels zu beurteilen ist. © fos/aerzteblatt.de

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Avatar #109757
Loewenherz
am Dienstag, 4. Juni 2019, 10:55

weil ichs grad nicht finde...

Kann mir grad mal jemand sagen, wie diese 27 Minuten Präventionsgespräch denn eigentlich vergütet sind?
Avatar #746645
Online Rückentrainer
am Montag, 3. Juni 2019, 20:53

Unwichtiges Thema?

@fjmvw Warum sollte Prävention ein unwichtiges Thema sein? das verstehe ich nicht. Die Probleme im gesamten Gesundheitswesen sind darauf zurückzuführen, dass Prävention und Vorsorge so gut wie nicht stattfinden. Oder haben sie kein Interesse an gesunden Menschen?

MfG Hartmut Knorr
Avatar #88767
fjmvw
am Montag, 3. Juni 2019, 20:23

Haben die Delegierten des DÄT keine wichtigeren Themen? :-(

Das erinnert mich an die Europa-Wahl. VORher haben die etablierten Parteien den Schwerpunkt auf "ihre" Themen gelegt. NACHher haben die Wahlverlierer gejammert, dass sie vom Wähler sakrisch abgestraft wurden. Ob es vielleicht daran gelegen haben könnte, dass man sich auf die falschen Themen konzentriert hat?

Was haben es die Delegierten des DÄT gut. Die Gefahr, dass sie wegen offenkundiger Themaverfehlung wie Nahles in der Versenkung verschwinden, ist vernachlässigbar. Da muss es schon einen ganz lauten Knall geben und das ganze System fliegt einem um die Ohren. Aber daran glauben die Ärztefunktionäre nicht.

SPD und CDU haben auch nicht daran geglaubt, dass sie vom Wähler so drastisch abgestraft werden würden. Trotzdem ist es passiert.

Insofern: Die Hoffnung nicht aufgeben.
;-)
LNS

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