NewsÄrzteschaftÄrztetag für Pränataltests auf Trisomien als Kassenleistung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Ärztetag für Pränataltests auf Trisomien als Kassenleistung

Freitag, 31. Mai 2019

/Kamon Wongnon, stockadobecom

Münster – Die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) sollte künftig generell die Kos­ten für Pränataltests auf Trisomie 21, 13, 18 und die Beratung als Kassenleistung be­zahlen. Dafür hat sich der 122. Deutsche Ärztetag in einem Beschluss ausgespro­chen.

Die Frage über die Entscheidung, ein behindertes Kind zu gebären und zu pflegen, dürfe nicht vom Geldbeutel der werdenden Eltern abhängig gemacht werden, erklärten die Abgeordneten des Ärztetages. Der Zugang zu den Tests müsse aber mit entspre­chender Beratung begleitet werden, sodass eine informierte Entscheidung getroffen werden könne. „Eine ausreichende Beratung der Schwangeren muss zwingend ge­währleistet werden“, so der Ärztetag.

Anzeige

Der Vorstand der Bundes­ärzte­kammer hatte bereits im April dieses Jahres betont, dass der Zugang zu den Tests für alle Versicherten gleichberechtigt möglich sein müsse. Notwendig sei zudem eine breite gesellschaftspolitische Diskussion darüber, wie die Gesellschaft mit Krankheit und Behinderung umgeht.

Die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung müssten verbessert, be­stehende Barrieren abgebaut und eine gleichberechtigte Teilhabe im beruflichen wie im sozialen Bereich müsse durch entsprechende Förder- und Betreuungsangebote sicher­gestellt werden. Dazu gehöre auch ein klares Bekenntnis zur Unterstützung von Men­schen mit Behinderung und deren Familien. © may/EB/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. Mai 2020
Berlin – Gravierende wissenschaftlich-fachliche und inhaltliche Mängel bescheinigt der Berufsverband niedergelassener Pränatalmediziner (BVNP) der vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im
Pränataldiagnostiker kritisieren Versicherteninformation zum NIPT-Bluttest
6. März 2020
Köln – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat Informationsmaterialien zu pränatalen Untersuchungen entwickelt. Sie sollen die ärztliche Beratung unterstützen
Versicherteninformation zur Pränataldiagnostik zur Kommentierung im Netz
29. Januar 2020
Köln – Diagnostische Tests sollen Ärzten und Patienten bei der Entscheidungsfindung helfen. Um die Genauigkeit der Tests zu erfassen, werden meist die Spezifität oder die Sensitivität kommuniziert –
Nichtinvasive Pränataltests: Warum diagnostische Tests oft fehlinterpretiert werden
28. Januar 2020
Pittsburgh – Die Vorteile einer pränatalen Chirurgie der Meningomyelozele, einer besonders schweren Variante der Spina bifida, waren bei den Nachuntersuchungen einer wegweisenden randomisierten Studie
Meningomyelozele: Pränatale Chirurgie mit guten Langzeitergebnissen
23. Januar 2020
Hürth/Berlin – Der Berufsverband niedergelassener Pränatalmediziner (BVNP) hat den Beschluss des Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) zur Änderung der Mutterschaftsrichtlinien kritisiert. Die praktische
Pränataldiagnostiker sehen gravierende Mängel im G-BA-Beschluss zum pränatalen Bluttest
22. Januar 2020
Berlin – Die Zahl der in Deutschland vorgenommenen Präimplantationsdiagnostiken (PID) ist mit 319 im Jahr 2018 erneut gestiegen. Das geht aus dem heute in Berlin vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG)
Steigende Zahl an Präimplantationsdiagnostik
7. November 2019
Münster – Für einen verantwortungsvollen Umgang mit den medizinischen Möglichkeiten von pränatalen Gentests hat sich der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) ausgesprochen. Der
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER