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Ärzteschaft

Medizinische Fachangestellte verdienen Anerkennung

Montag, 3. Juni 2019

/Gerhard Seybert, stock.adobe.com

Münster – Rund 430.000 Medizinische Fachangestellte (MFA) stellen in Deutschland an der Seite der Ärzte die ambulante Versorgung sicher. Beim 122. Deutschen Ärzte­tag haben die Abgeordneten auf die große Bedeutung der qualifizierten Tätigkeit der MFA hingewiesen und ihre Sorge zum Ausdruck gebracht, dass qualifizierte Kräfte zunehmend aus dem Beruf abwandern. Es sei dringend erforderlich, die Attraktivität des Berufes und seine Stellung im Kontext der anderen Gesundheitsfachberufe zu stärken und aufzuwerten, mahnten die Abgeordneten.

Neben einer fundierten Ausbildung und Entwicklungsperspektiven im Beruf sei für die Attraktivität auch eine adäquate Vergütung unabdingbar. Personalkostensteigerungen müssten daher vollständig durch die Krankenkassen refinanziert werden, damit Arzt­praxen als Arbeitgeber wettbewerbsfähig bleiben könnten, forderten die Abgeord­ne­ten.

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Zur Fachkräftesicherung in den medizinisch-technischen Assistenzberufen (MTA) hält das Ärzteparlament die Novellierung des Gesetzes über technische Assistenten in der Medizin (MTA-Gesetz) und der entsprechenden Ausbildungs- und Prüfungsverord­nung für dringend erforderlich. Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten seien attraktiver zu gestalten. Die Landesregierungen werden aufgefordert, zusätzliche MTA-Ausbil­dungsplätze zu fördern.

Darüber hinaus warnten die Abgeordneten davor, dass etablierte ärztliche Bezeich­nun­gen für andere Berufe verwendet werden. Im Gesetzgebungsverfahren zur Aus­bil­dungsregulierung zukünftiger akademisierter Heilberufe sei darauf zu achten, dass Titel und Bezeichnungen, die von Ärzten getragen werden, nicht per neuer Legalde­fi­nition von anderen Heilberufen beansprucht werden und die Ärzte dadurch Zuständig­keiten an andere Heilberufe verlieren.

Parallele Versorgungssysteme durch die Akademisierung nichtärztlicher Heilberufe lehnten die Abgeordneten ab. „Die bewährten Strukturen der sich ergänzenden Ko­operationen zwischen Ärztinnen und Ärzten einerseits sowie Angehörigen anderer Heilberufe andererseits darf nicht aufgegeben werden. Eine Spaltung von Zuständig­keiten wird abgelehnt, nicht zuletzt aus Gründen der Patientensicherheit“, heißt es in dem Beschluss. © KBr/aerzteblatt.de

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