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Politik

Schulgeld für Physiotherapeuten und Logopäden fällt in Niedersachsen weg

Montag, 3. Juni 2019

/Monet, stock.adobe.com

Hannover – Auszubildende in Gesundheitsberufen müssen in Niedersachsen künftig kein Schulgeld mehr bezahlen. Ein entsprechender Beschluss der rot-schwarzen Lan­desregierung machte dafür den Weg frei, wie Niedersachsens Gesundheits­ministerin Carola Reimann heute in Hannover mitteilte.

„Mit der Schulgeldfreiheit für Gesundheitsfachberufe überwinden wir das größte Hin­dernis der Nachwuchsgewinnung“, sagte die SPD-Politikerin. Angehende Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden und Podologen, die zum 1. August 2019 ihre Aus­bildung beginnen, würden damit von der Zahlung einer Gebühr freigestellt.

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Zunächst werden im laufenden Jahr rund 1,5 Millionen Euro dafür bereitgestellt – der Betrag soll in den Folgejahren wegen steigender Schülerzahlen anwachsen. Vorbe­halt­lich einer Genehmigung durch den Landtag sind fürs kommende Jahr dann 9,1 Millionen Euro vorgesehen. Die Förderung erfolgt zunächst über eine Richtlinie und soll 2020 durch ein Gesetz abgelöst werden.

Die in Bad Nenndorf ausgebildeten Atem-, Sprech- und Stimmlehrer arbeiten über­wiegend später als Logopäden und werden deshalb in die Förderung aufgenommen. Außer­dem sollen nun auch diejenigen von der Schulgeldfreiheit profitieren, die ihre Ausbildung in diesem Jahr vor dem 1. August begonnen haben. Diese beiden Gruppen sollen ihre Förderung Anfang 2020 rückwirkend ab Ausbildungsbeginn er­halten.

Die Schulgeldfreiheit in der Pflege hat Niedersachsen bereits gesetzlich verankert. Sie soll den Fachkräftemangel entschärfen und gilt als ein wichtiges sozialpolitisches Ziel aus dem Koalitionsvertrag. Der Mangel gewinnt auch angesichts einer im Schnitt alternden Bevölkerung an Bedeutung. © dpa/aerzteblatt.de

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