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TK übernimmt Kosten für Kinder-Logopädie-App

Dienstag, 4. Juni 2019

Neolino-App /neolexon

Hamburg – Die Techniker Krankenkasse (TK) übernimmt für die bei ihr mitversicherten Kinder zwischen drei und sieben Jahren die Kosten für eine Sprachtherapie mit der neuen Applikation (App) „Neolino“. Dieses von dem Start-up „Neolexon“ aus München entwickelte Programm ergänzt die Therapie bei einem Logopäden und soll die Kinder dabei unterstützen, Sprechfehler abzubauen. Neolexon ist eine Ausgründung der Lud­wig-Maximilians-Universität in München.

Therapeuten können in der App für ihre Patienten ein individuelles spielerisches Lern­programm zusammenstellen, mit dem Kinder nach den Therapiestunden zu Hause üben können. Dafür steht in der App eine Datenbank mit über 800 Wörtern zur Verfü­gung. Daraus können die Logopäden für jedes Kind individuell unterschiedliche Laute je nach Sprechfehler und den Schwierigkeitsgrad der Übungen auswählen.

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„Für eine effiziente Sprachtherapie ist es wichtig, dass Kinder zusätzlich zur Therapie beim Logopäden auch zu Hause üben“, erklärte Mona Späth, die die App mitent­wickelt hat. Wichtig sei dabei, dass die Übung sehr spielerisch gestaltet sei.

Sprachtherapeuten, Gamedesigner und Illustratoren haben die Sprechübungen daher in Spiele und Geschichten verpackt. So müssen Kinder beispielsweise einem Papagei sprechen beibringen oder Laute je nach ihrer Position im Wort in die Waggons einer Seilbahn einordnen. Als Belohnung können die Kinder Münzen sammeln und diese später in neue Outfits für den gleichnamigen Helden der App – Neolino –  eintau­schen. „Gamification“ lautet das Stichwort für diesen Ansatz.

Die TK übernimmt jetzt für ihre Versicherten die Kosten für Neolino. „Wir haben die Idee für die App von Beginn an unterstützt, weil sie einen echten Mehrwert für Kinder mit Sprachstörungen bietet. Zusätzlich werden die Eltern entlastet, wenn Kinder ihre Hausaufgaben vom Logopäden gern erledigen. Wir sehen bei Neolino, dass digitale Produkte die Qualität der Therapie entscheidend verbessern können“, erläuterte Ronja Bartels, Expertin für Versorgungsinnovationen bei der TK.

Laut der Krankenkasse benötigt durchschnittlich jedes achte Kind in Deutschland im Alter von sechs Jahren eine Sprachtherapie. Die Zahl der therapierten Kinder im Alter von drei bis sieben ist in den vergangenen drei Jahren um elf Prozent gestiegen. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #94906
ede65
am Mittwoch, 5. Juni 2019, 14:57

Eine App zur Therapie

ist ein Medizinprodukt und unterliegt besonderen Bestimmungen! Nur wenn Sie demnaächst Nach MDD Sicherheit und Nutzen nachgewiesen hat darf sie mit einem CE zeichen versehen und eingesetzt werden. Dann ist es gerechtfertigt das Geld aus deR Solidargemeinschaft Krankenkasse aus zu geben. Ist die Software so getestet oder hat hier die Lobby der Softwarehersteller nur wieder gute arbeit geleistet und greift Geld ab für fragwürde Produkte
LNS

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