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Politik

Thüringen will strengere Regeln zur Bekämpfung von Wettsucht

Dienstag, 4. Juni 2019

/dpa

Erfurt/Leipzig – Thüringen drängt bei kommerziellen Sportwetten auf einen besseren Schutz gegen Wett- und Glücksspielsucht. Dabei geht es zum Beispiel um räumliche Beschränkungen für Sportwettbüros, wie das Ge­sund­heits­mi­nis­terium heute in Erfurt mitteilte. Einen entsprechenden Antrag will Thüringen in die Ge­sund­heitsminister­kon­ferenz (GMK) einbringen.

Thüringen will dem Ministerium zufolge erreichen, dass – wie auch bei Spielhallen – ein Mindestabstand von 500 Metern zwischen zwei Wettbüros liegen soll. Die Gesundheits­minister der Länder kommen von morgen an in Leipzig zu einem zweitägigen Treffen zusammen.

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Nach dem Thüringer Antrag sollen Internetanbieter von Sportwetten auf der Startseite deutlich machen, dass Minderjährige nicht teilnehmen dürfen. Steuereinnahmen aus Sportwetten sollen zur Finanzierung von Suchtbekämpfung verwendet werden. Thürin­gen rechne mit der Zustimmung der anderen Bundesländer zu seinem Antrag, sagte ein Ministeriumssprecher.

Themen der Konferenz sind auch die Digitalisierung im Gesundheitswesen und die Krankenhausfinanzierung. Thüringen unterstützt hier einen Antrag Schleswig-Holsteins, die Finanzierung zu reformieren. Gerade kleinere Krankenhäuser, die eine wohnortnahe Grundversorgung anböten, seien dadurch benachteiligt, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Heike Werner (Linke). Kliniken werden seit 15 Jahren nicht mehr nach der Dauer der stationären Behandlung vergütet, sondern erhalten eine Pauschale pro Diagnose. © dpa/aerzteblatt.de

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