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Erste Nipahinfektion in Indien in diesem Jahr

Dienstag, 4. Juni 2019

Die Mikroskopaufnahme einer menschlichen Gewebeprobe zeigt einige der zytoarchitektonischen histopathologischen Veränderungen, die mit einer Nipahvirus-Infektion verbunden sind. /dpa

Neu Delhi – Indische Behörden haben einen ersten Fall einer gefährlichen Nipahin­fek­tion in diesem Jahr gemeldet. Bei dem Erkrankten handele es sich um einen 23-jährigen Studenten im südlichen Bundesstaat Kerala, hieß es heute.

Medienberichten zufolge gelten vier der rund 80 Menschen, die mit ihm zuletzt in Kontakt waren, als Verdachtsfälle, nachdem sie über Fieber klagten. Sie stünden unter Quaran­täne. Im vergangenen Jahr waren bei einem Ausbruch in Kerala mehr als zehn Men­schen an dem Erreger gestorben.

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Ein Team sei nach Kerala geschickt worden, um dort Flughunde auf das Virus zu testen, teilte Indiens Ge­sund­heits­mi­nis­ter Harsh Vardhan mit. Sie sind nach Informationen der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) die natürlichen Wirte des Nipahvirus, an dem auch Tiere schwer erkranken können.

Der Erreger kann bei Menschen Fieber, Atemwegserkrankungen und tödliche Hirnhaut­entzündungen verursachen. Es gibt weder eine Impfung noch eine wirkungsvolle Be­handlung. Die Sterblichkeitsrate bei bisherigen Ausbrüchen – alle in Südasien – lag laut WHO zwischen neun und 100 Prozent.

Das Nipahvirus wurde erstmals 1998 in Malaysia nachgewiesen. Es gehört nach Ansicht der WHO zu den Erregern, die am dringendsten erforscht werden müssen, weil sie die öffentliche Gesundheit gefährden. © dpa/aerzteblatt.de

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