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Vermischtes

Forta-Medikamenten­liste für geriatrische Patienten als App verfügbar

Mittwoch, 5. Juni 2019

/pix4U, stockadobecom

Berlin – Die Arzneimittelliste des Projektes „Fit-for-the-aged“ (Forta), das die medika­mentöse Therapie älterer Menschen verbessern soll, ist jetzt bundesweit in der aktualisierten Fassung als App für Smartphones verfügbar. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) hingewiesen.

Die Forta-App gebe den behandelnden Medizinern eine digitale Liste an die Hand, die sowohl untaugliche als auch nachweislich nützliche Arzneimittel für ältere Patienten benenne, erläuterte der Initiator der Liste, Martin Wehling, Direktor der Klinischen Phar­makologie an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Ruprecht-Karls-Univer­sität Heidelberg.

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Wissenschaftliche Grundlage der App ist die Valforta-Studie, die 2016 unter Wehlings Leitung veröffentlicht wurde (Age Ageing 2016; doi: 10.1093/ageing/afv200). Ziel der Wissenschaftler war, die Über- und Unterversorgung mit Medikamenten jeweils deut­lich zu verringern.

Die Forta-Klassifizierung ist ein Vorschlag für die Bewertung der Alterstauglichkeit von Arzneimitteln, die Positiv- und Negativ-Bewertungen beinhaltet. Aus ihr wurde schließ­lich mit Unterstützung von 25 Medizinern die Forta-Liste entwickelt, die jetzt 296 Be­wertungen für 30 Indikationen enthält. Anders als Negativ-Listen von Medikamenten, die nur beschreiben, welche Medikamente nicht verwendet werden sollen, beleuchtet die Forta-Liste auch die positiven Seiten.

Falsch dosierte oder falsch angewendete Arzneimittel können bekanntlich zu schwe­ren Komplikationen führen. „Da muss die Sichtung der zahlreichen vorhandenen Arzneimittel schnell gehen und dennoch auf den Patienten abgestimmt sein“, sagte Wehling. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #737421
rsittl
am Sonntag, 9. Juni 2019, 20:47

chronischer Schmerz

Dass Opioide mit B versehen sind und Tapentadol mit C ist nach meinen reichhaltigen Erfahrungen völlig falsch
LNS

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